[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es könnte so schön sein: Nach den Missklängen rund um die Vergütung der Vorstände hatte der kanadische Flugzeug-
und Zughersteller Bombardier zuletzt wieder deutlich positivere Signale senden können. Dies zum einen hinsichtlich des Quartalsergebnisses, andererseits mit Blick auf mögliche neue Aktionäre. Doch aktuell bestimmt ein ganz anderes Thema die Schlagzeilen. Denn der große Wettbewerber Boeing aus den USA hat sich über Bombardier bei der amerikanischen  Wettbewerbsbehörde beschwert.[/vc_column_text][vc_column_text]Hintergrund: Bombardier hat endlich seine C-Series von mittelgroßen Maschinen zur Marktreife geführt. Damit tritt man in direkte Konkurrenz mit Boeing, die mit ihrer 737-700 ebenfalls im Markt für Flugzeuge mit Sitzplatzangeboten von 100-150 Plätzen aktiv ist. Die Amerikaner klagen nun, dass Bombardier seine Flugzeuge dank der staatlichen Beteiligung Kanadas und entsprechender Kredite zu Dumping-Preisen anbieten könne. Und das soll die US-Wettbewerbsbehörde natürlich verhindern.[/vc_column_text][vc_column_text]Allerdings sind das im Kern eigentlich nur Stellvertreter-Klagen. Denn Boeing geht es um etwas ganz anderes. Man will  verhindern, dass bei den großen Maschinen, mit denen inzwischen das meiste Geld verdient wird, ein ähnlicher Effekt stattfindet wie damals mit Airbus. Denn dank der staatlichen Hilfen konnte der europäische Luftfahrtkonzern quasi von Null auf 100 zum großen Konkurrenten von Boeing anwachsen.[/vc_column_text][vc_column_text]Wenn sich Bombardier dazu entschließen würde, seine C-Series größenmäßig zu verlängern, bekäme Boeing unter Umständen ein ähnliches Problem. Zwar hat sich Bombardier längst Bezeichnungen für mögliche größere Modelle schützen lassen. Doch ehe hier über eine Weiterentwicklung nachgedacht werden könnte, muss der Konzern erst einmal mit den vorhandenen Modellen Geld verdienen. Und das dürfte schwer genug werden. Aber Boeing sagt sich natürlich: Wehret den Anfängen.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Thema dürfte grundsätzlich als Belastung für Bombardier gelten. Allerdings hat man, wie anfänglich schon erwähnt, im Kapitalmarkt zwei Trümpfe zu präsentieren. Zum einen schaffte man es im ersten Quartal, den Verlust deutlich zu reduzieren. Im Vorjahresquartal verlor der Flugzeughersteller noch 138 Mio. USD, im diesjährigen Auftaktquartal nur 31 Mio. USD. Allerdings nahm der Umsatz um 8,6% auf 3,58 Mrd. USD ab.[/vc_column_text][vc_column_text]Und noch ein weiteres Thema sorgt für Interesse. Denn es wird darüber spekuliert, ob sich der chinesische Flugzeug-Hersteller Comac an Bombardier beteiligt. Erklärtes Ziel der Chinesen ist es, die Dominanz von Airbus und Boeing zu brechen. Comac selbst hat Anfang Mai sein erstes großes Passagierflugzeug lanciert. Um dauerhaft eine Konkurrenz gegenüber den Branchenführern aufzubauen, bedarf es aber wohl noch anderer Schützenhilfe. Und die könnte man eben bei Bombardier finden.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_column_text]Dies und die weitergehenden Gespräche über eine Zusammenlegung der Zugsparten von Bombardier und Siemens haben am Kapitalmarkt entsprechend positive Reaktionen ausgelöst. Dabei gibt es jetzt auch gewisse technische  Entscheidungssituationen. So bei der von uns empfohlenen 2022er Anleihe, die sich bereits auf ein Niveau um die 100% Nennwert verbessern konnte. Hier dürfte es spannend werden, ob der Markt schon bereit ist, darüber hinausgehende
Aufschläge zu gewähren.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_single_image image=”17202″ img_size=”full”][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Fazit: Auch wenn das Thema US-Wettbewerbsbehörde/Boeing durchaus riskant werden könnte, so gehen wir davon aus, dass Bombardier die weitere Verbesserung gelingt. Insofern raten wir dazu, in den Anleihen investiert zu bleiben. Für die 2022er Anleihe geben wir sogar eine Kauf-Empfehlung ab.[/vc_column_text][vc_single_image image=”17203″ img_size=”full”][/vc_column][/vc_row]