[vc_row][vc_column][vc_column_text]Auf die Stimmung drückte zuletzt der im April anhaltende Abschwung auf dem US-Automarkt, was auch die Kurse der führenden Hersteller General Motors und Ford belastete. Beide Unternehmen hatten im April weniger Autos verkauft und bekommen damit zunehmend die Abkühlung auf dem heimischen Fahrzeugmarkt zu spüren. Davon bekamen auch die europäischen Kollegen – darunter unsere Kandidaten VW und Daimler etwas ab. Wir würden noch schnell einen VW-Call mit Laufzeit bis Mai und einer Basis von 145 EUR verkaufen.[/vc_column_text][vc_column_text]Doch im IT-Sektor war noch mehr los. Die Aktien von Advanced Micro Devices (AMD) brachen trotz eines Umsatzsprungs sogar um mehr als 24% ein und steuerten damit auf den größten Tagesverlust seit gut zwölf Jahren zu. Börsianer äußerten sich enttäuscht über den prognostizierten Rückgang der Gewinnmarge im laufenden Quartal.[/vc_column_text][vc_column_text]Hier dürfte es eine neue Runde im Kampf gegen den Erzrivalen Intel geben, der steigende Marktanteile von AMD sicher mit Rabatten zu kontern versuchen dürfte. Könnte also durchaus sein, dass der „Schweinezyklus“ bei den Chipproduzenten sein Top erreicht hat. Fazit: Stopp-Loss-Marken setzen.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch bei Apple passten die Zahlen. Trotz eines überraschenden Rückgangs bei den iPhone-Verkäufen hat der Konzern seinen Gewinn gesteigert. Der Überschuss kletterte im zweiten Geschäftsquartal bis zum 1. April um rund 5% auf 11,03 Mrd. USD, der Umsatz legte um 4,6% auf 52,90 Mrd. USD zu, blieb damit aber hinter den Erwartungen der Analysten von 53,02 Mrd. USD zurück. Der iPhone-Absatz sank um rund 1% auf 50,76 Mio. Geräte. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg gerechnet.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Dies deutet darauf hin, dass viele Kunden auf das neue iPhone im September warten und dabei zum zehnten Jahrestag des Gerätes auf besondere Neuerungen setzen. Apple ist seit der Markteinführung stark vom iPhone abhängig. Es stand zuletzt für rund zwei Drittel der gesamten Erlöse. Das Umsatzwachstum hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Berichtszeitraum sogar beschleunigt.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“17695″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Die Zahlen lösten wie bei AMD zwar keine Begeisterung bei den Investoren aus, dennoch steht der Aktienkurs in der Nähe seines Alltime-Highs. Mit der Neuauflage des iPhones dürfte es allerdings wieder zu einem Gewinnschub kommen, denn das neue Modell dürfte im Verkaufspreis endgültig die Marke von 1.000 USD hinter sich lassen. Also geht es darum, in den kommenden Wochen einen günstigen Einstieg zu finden. Wir bleiben erst einmal dran.[/vc_column_text][vc_column_text]Neues gibt es auch von unserer einzigen „Leiche“ im Depot. Valeants Vorstandsvorsitzender plant als Lösung für die schlechte Presse des Pharmaunternehmens in den vergangenen nahezu zwei Jahren eine Namensänderung! Außerdem will er die hohe Verschuldung von rund 30 Mrd. USD in etwa halbieren. Hinzukommen sollen neue Produkte. Seit Mitte April stieg die Aktie um rund 20%, steht aber immer noch rund 95% unter ihrem Alltime-High aus 2015. Nach der langen Serie enttäuschender Quartalsberichte könnte sich durchaus die Trendwende ankündigen. Angesichts der ohnehin günstigen Bewertung läge eine Kursverdopplung für Valeant im Rahmen des Möglichen.[/vc_column_text][vc_column_text]Bei der Deutschen Bank gibt es auch Neuigkeiten. Das chinesische Unternehmens- und Finanzkonglomerat HNA ist Finanzkreisen zufolge zum größten Aktionär der Deutschen Bank aufgestiegen. HNA habe seine Beteiligung auf rund 9,9% aufgestockt, sagte ein Insider am Dienstagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Nach wie vor kaufen.[/vc_column_text][vc_column_text]Und dann war da noch Öl: Die Teilprivatisierung des größten Ölkonzerns der Welt wirft seine Schatten voraus. Aramco soll, wenn es nach dem derzeitigen Eigentümer, dem Königreich Saudi-Arabien, geht, vor allem bei chinesischen Anlegern untergebracht werden. Nach dort fließt ohnehin ein Großteil des geförderten Öls. Trotz aller OPECBeschlüsse hatte sich in den vergangenen Wochen ein leichter Abwärtstrend im Öl herausgebildet. In Anbetracht des global parallel laufenden Aufschwungs dürften sich mittelfristig höhere Inflationsraten ebenso herausbilden wie eine flacher werdende Backwardation an den Terminmärkten für Rohöl (= je länger die Laufzeit, desto niedriger der Terminkurs).[/vc_column_text][vc_column_text]Interessant dabei auch die Zahlen von BP für das erste Quartal, die in den vergangenen Tagen herauskamen.
9% mehr Förderung im Quartalsvergleich und 9% höhere Absatzpreise machen zusammen 45% mehr Ertrag. Erstaunlicherweise beträgt dabei der Breakeven-Preis pro Barrel immer noch 55 USD und ist meilenweit vom Langfristziel bei 35 – 40 USD entfernt. BP macht aktuell den Profit in der Veredelung des Rohöls, ist aber mit interessanten Neuaufschlüssen unterwegs, um Einstandspreis und Fördermenge zu optimieren. So lange wird mit der Dividende von 40 Pence pro Aktie das Aktionärsleben versüßt. Halten.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]In den vergangenen Tagen gab es auch die Aktie der Tullow Oil wieder günstiger, was wir kurzerhand nutzen wollen. Die Förderung dürfte im laufenden Jahr gut 87.000 Barrel pro Tag erreichen und dem Unternehmen rund 14 Cents pro Aktie an Gewinn bringen. Durch die Kapitalerhöhung fällt die Nettoverschuldung leicht auf 4,36 Mrd. USD, doch das Verhältnis zur Bruttomarge sinkt auf das 4,2fache ab. Wir kaufen die Aktie zum heutigen Kurs bei rund 205 Pence.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“17693″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Und das noch: Nachdem der russische Einzelhändler X5 Retail relativ schnell fast ein Viertel an Wertzuwachs erreicht hat, trennen wir uns vorerst von diesem Titel. Bäume wachsen bekanntlich nicht in den Himmel.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
