Das mexikanische Telekommunikationsunternehmen America Movil mit Sitz in Mexiko-Stadt hat Zahlen für das dritte Quartal vorgestellt. Das Management hatte sich als Ziel gesetzt, einen Leverage (net debt / EBITDA) vom 1,5fachen zu erreichen. Diesem Ziel hat man  sich im abgelaufenen Quartal angenähert und konnte einen Wert vom 1,9fachen ausweisen. Das Unternehmen kann aktuell eine gute Netzqualität vorweisen und hat somit keine Eile mit der Ausweitung des 5G Netzes. Dies bedeutet, dass in den kommenden Jahren keine außerordentlichen  Investitionsausgaben zu erwarten sind. Der Konzern erachtet es auch nicht als erforderlich, Sendemasten und Rechenzentren zu veräußern, um dadurch den Leverage zu senken.

Im Heimatmarkt konnte das Unternehmen positive Zuwachsraten ausweisen, insbesondere im Prepaid Segment. In Brasilien konnte America  Movil Marktanteile dazugewinnen. Im Zuge der erwarteten makroökonomische Erholung in 2020 geht das Management davon aus, dass  weitere Marktanteile gesichert werden können. In Columbien hat ebenfalls das Prepaid Segment positive Zuwachsraten verzeichnen können.  Das Wettbewerbsumfeld in Peru bleibt weiterhin anspruchsvoll. America Movil setzt hier auf Digitalisierung im Kundensupport, um Kosten zu  sparen. Gleichzeitig soll das Netz ein Upgrade erfahren, um sich dadurch von der Konkurrenz abzusetzen und für das Unternehmen attraktivere  Preise durchsetzen zu können. America Movil hat auch Bereitschaft signalisiert, Gespräche über die Übernahme der Mobilfunk-Sparte des  brasilianischen Telekommunikationsunternehmens Oi zu führen. 

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