Und es bewegt sich doch etwas an der politischen Front! Das Teilabkommen zwischen China und den USA repräsentiert den ersten Schritt zur Entspannung des Handelskriegs. Dabei sind die umstrittensten Themen bereits ausgeklammert worden und der Deal beinhaltet keine Aufhebung bisheriger Strafzölle. Daher bezeichnen Kritiker den Deal als Waffenstillstand und nicht als Handelsabkommen. Dennoch dürfte dieser erste Schritt zur Grundlage für eine Trendwende in den Unternehmensgewinnen nach oben werden, weil nun wieder  Kalkulierbarkeit einzieht und weitere Zollrunden vom Tisch sind.

Und auch beim Brexit zeichnet sich ab, dass kurzfristig eine tragfähige Übereinkunft möglich ist. Auch wenn die Nordirische Democratic  Unionist Party das modifizierte Abkommen nicht unterstützt und der Chef der Labour Party Jeremy Corbyn dem Deal ebenfalls kritisch  gegenübersteht, muss Boris Johnson realisieren, dass Volkes Mehrheit nach wie vor gegen einen unregulierten Austritt ist. In den vergangenen  Monaten hat sich sogar eine Mehrheit für den Verbleib in der EU gebildet. Das Abkommen müsste aber nicht nur erfolgreich durchs britische  Unterhaus (an diesem Samstag) kommen, sondern auch vom EU-Parlament genehmigt werden.

Lesen Sie nochmals die Ausgabe 40 in Sachen Leading Indicators. Das dürfte Ihnen den schon vollzogenen generellen Kursanstieg der  globalen Aktienmärkte verständlicher machen. Damals hatten wir signalisiert, dass abweichend von der üblichen Kalkulation  des globalen OECD-Leading Indicators unter Berücksichtigung der nationalen LEIs gewichtet nach Bruttoinlandsprodukt die Zeiten  sich bereits gebessert haben.

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