[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es war eine Bruchlandung mit Ansage: Die bislang zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands Air Berlin hat Insolvenz angemeldet. Regelmäßige Leser unseres Börsenbriefes wussten bereits frühzeitig über das hohe Risiko Bescheid. Zuletzt hatten wir in Ausgabe 24/17 dazu geraten, noch möglicherweise bestehende Positionen zu räumen. Denn die Beruhigungspillen, die das Management seit Monaten großzügig verteilt, hatten längst ihre Wirkung verloren. Der einzige Rettungsanker war der bisherige Großaktionär Etihad, der nun die Reißleine gezogen hat.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Damit stehen im Insolvenzverfahren Anleihen über rund 840 Mio.EUR und weitere Kredite in Milliardenhöhe im Feuer. Da wir davon ausgehen, dass sich die Kreditgeber sehr wahrscheinlich mit entsprechenden Besicherungen versorgt haben, dürften Gläubiger der Anleihen wie auch die Aktionäre ganz am Ende der Nahrungskette stehen. Dies spiegelt sich auch in den abgestürzten Anleihenkursen wider.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“16298″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Für die Branche ist die Pleite sicherlich ein positiver Impuls. Nicht umsonst wird jetzt insbesondere die Deutsche Lufthansa den neuen – auch kartellrechtlichen – Spielraum nutzen, um sich aus der Insolvenzmasse zu bedienen. Allerdings dürften auch andere Airlines wie Ryanair und Easyjet versuchen, sich hier zu verstärken. Was nicht nur hinsichtlich der Flugzeuge gilt, sondern insbesondere für die besten Assets von Air Berlin, den heiß begehrten Landerechten wie beispielsweise in Berlin, Düsseldorf oder Palma. Auch wenn hier sicherlich gute Preise zu erzielen sind, so rechnen wir die Chancen, dass die Anleihengläubiger eine signifikante Quote bekommen, für gering aus.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Wer unserem dringenden Rat zu einem Ausstieg in den vergangenen Monaten nicht gefolgt ist, muss nun in den sauren Apfel beißen. Wir gehen davon aus, dass unsere Leser schon draußen sind und damit wenigstens einen Teil ihres Investments sichern konnten.[/vc_column_text][vc_column_text]P. S.: Im Zusammenhang mit der Insolvenz muss auch der Blick auf die Politik geworfen werden. Wie Sie der Presse entnehmen konnten, will die Bundesregierung einen Überbrückungskredit über 150 Mio. EUR zur Verfügung stellen, um den Flugbetrieb bis mindestens Mitte November aufrecht zu erhalten. Aus ordnungspolitischen Aspekten heraus ist dies eigentlich ein Unding, da Air Berlin in keiner Weise systemrelevant ist. Aber natürlich wollen sich die Parteien kurz vor der Bundestagswahl nicht den Unmut vieler tausender Air-Berlin-Kunden zuziehen. Am Ende dürfte die Politik allerdings bei der schlussendlichen Verwertung der Airline nur den Zaungast spielen können.o.[/vc_column_text][vc_single_image image=“16299″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]