[vc_row][vc_column][vc_column_text]Eine sonderlich große Überraschung war es nicht – Die US-Notenbank hat gestern auf ihrer Sitzung den Leitzins erneut angehoben. Wieder ging es um 25 Basispunkte auf eine neue Spanne zwischen 1,75-2,00% nach oben. Der Beschluss dazu fiel im Offenmarktausschuss einstimmig. Was durchaus erwähnenswert ist, da dieses zinsentscheidende Gremium dafür bekannt ist, dass es immer mal wieder abweichende Stimmen von Zins-„Tauben“ oder „Falken“ gibt.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Während die Zinserhöhung in diesem Umfang vom Markt erwartet worden war, sorgte der seit Jahresanfang amtierende Fed-Chef Jerome Powell dennoch für einige kleine Überraschungen. Das Stichwort dazu lautet Transparenz. Denn er kündigte an, dass ab Januar nächsten Jahres nach jeder Sitzung eine Pressekonferenz stattfinden wird. Zwar will man den Turnus der Fed-Projektionen zu Wachstum, Inflation und Zinsen weiterhin nur quartalsweise beibehalten. Doch die höhere Schlagzahl bei den Pressekonferenzen könnte natürlich dazu führen, dass hier generell mehr Erwartungssicherheit über die Geldpolitik in die Märkte transportiert werden kann.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24347″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Quasi als Auftakt zur neuen Offenheit gehörte diesmal auch dazu, für den Rest des Jahres eine neue Perspektive zu geben. Bislang war im Markt immer darüber spekuliert worden, ob die US-Notenbank in 2018 insgesamt drei oder vier Zinserhöhungen durchführen will. Nun ist die Katze aus dem Sack. Denn wenn alles makroökonomisch so weiterläuft, werden es nun vier Zinsanhebungen.
[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Das spiegelt sich auch in der Inflationsentwicklung wider, die ein wichtiger Indikator für die amerikanische Geldpolitik ist. Zuletzt zeigte sich die Teuerungsrate mit 2,8% auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren. Und selbst die Kernrate ohne den volatilen Energie-Bereich lag mit 2,2% sowohl auf dem höchsten Stand seit Februar 2017 als auch deutlich über der Fed-Zielrate bei 2%.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24351″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Dass die Notenbank einen steileren Zinspfad für dieses Jahr projiziert, ist entsprechend nachzuvollziehen. Für das kommende Jahr stellt die Fed dabei derzeit drei weitere Zinsschritte in Aussicht. Das dürfte natürlich auch andere Notenbanken zunehmend unter Druck bringen.[/vc_column_text][vc_column_text]Insbesondere die europäische Zentralbank hat schnell reagiert. In den vergangenen Wochen hatte sich bereits die Diskussion über ein Ende des bisherigen Anleihenkaufprogramms intensiviert. Kurz vor Redaktionsschluss dann die Nachricht: Auf ihrer heutigen Sitzung in Riga hat die EZB beschlossen, das Anleihenkaufprogramm zum Jahresende auslaufen zu lassen, also keine Nettokäufe mehr zu tätigen. Das derzeitige Null-Zinsniveau wird allerdings vorerst fortgeführt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
