Die September-Einkaufsmanagerindices für Deutschland, Frankreich und die Eurozone fielen zu Wochenbeginn relativ schwach aus. Aber auch die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im September wegen des Handelskonfliktes zwischen den USA und China überraschend deutlich abgekühlt. Die US-Konsumenten schätzten sowohl ihre Lage als auch die Aussichten schlechter ein. Für  Zurückhaltung sorgten auch die jüngsten Konjunkturdaten. Demnach sank die Beschäftigung bei US-Dienstleistern erstmals seit neuneinhalb  Jahren. Am Freitag sind noch weitere August-Daten zur Veröffentlichung angekündigt.

Der anhaltende Schlagabtausch zwischen den USA und China gerät langsam zur Zerreißprobe und dominiert die Märkte  zusehends. Am Freitag war die chinesische Delegation überraschend zurückgereist. Kurz darauf hatten Agrar-Vertreter aus China eine  geplante Reise in den stark landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat Montana kurzfristig abgesagt. Trump warf China in seiner Rede vor der  UN-Vollversammlung am Dienstag erneut unfaire Handelspraktiken vor. China habe erhoffte Reformen nicht durchgeführt, sondern sein Wirtschaftsmodell auf umfangreiche Staatssubventionen, Währungsmanipulationen, erzwungenen Technologietransfer und den Diebstahl geistigen Eigentums aufgebaut.

Trumps Ton und die Tatsache, dass er alle Punkte detailliert aufgelistet habe, bei denen die USA mit China im Streit liege, haben allen Optimismus ausradiert, der Konflikt könnte zeitnah gelöst werden. Zuvor hatten Anleger Signale von US- Finanzminister Steven Mnuchin zum Handelsstreit noch positiv interpretiert. Zuvor hatte Außenminister Mnuchin angekündigt, er und der US- Handelsbeauftragte Robert Lighthizer würden sich Anfang Oktober mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He treffen.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren