[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im Handelsstreit zwischen den USA und China droht wie eingangs beschrieben die weitere Eskalation. US-Präsident Donald Trump hatte schon am Freitag neue Zölle auf über 800 chinesische Waren verkündet, was China seinerseits zur Verhängung von Zöllen auf über 650 US-Produkte veranlasste. Nachdem hier nun die Taktzahl der Abfolge von Maßnahmen und Gegenmaßnahmen eine Frequenz erreicht hat, die wohl kaum zu halten ist, müsste nach dem üblichen Verhaltensmuster nun Dealmaker Trump mit den Chinesen das Verhandeln anfangen, um am Schluss als Gewinner aus den Aktionen hervorgehen zu können.[/vc_column_text][vc_column_text]Hoffentlich kommt das bald, denn mittlerweile glaubt kaum mehr jemand, dass die Weltwirtschaft dem Protektionismus der USA ungeschoren entkommen wird. Das wiederum zeigt sich seit Wochenbeginn an den Aktienmärkten und speziell auch an der Wall Street.[/vc_column_text][vc_single_image image=“24598″ img_size=“full“][vc_column_text]Aber noch eine andere Tatsache wollen wir heute hervorheben, die bislang etwas zu kurz gekommen war: Anders als am Jahresanfang läuft die Weltwirtschaft keineswegs mehr synchron, sodass für das zweite Quartal mit keiner kräftigen Ausweitung des BIP zu rechnen ist, obwohl schon das erste Quartal unter den Erwartungen lief. Neben den Vereinigten Staaten ist keine weitere Konjunkturlokomotive in Sicht.  [/vc_column_text][vc_column_text]Europa fällt aufgrund der zahlreichen politischen Scharmützel aus, in China schwächt sich die Kreditnachfrage ab. In Argentinien, Brasilien und der Türkei hat der giftige Cocktail von Fiskal- und Geldpolitik für einen kräftigen Einbruch von Konjunktur und Währung gesorgt. Die letzten Inflationsraten aus den USA bestätigten außerdem, dass die Zinserhöhung der Fed in der vergangenen Woche die zweite von vier in diesem Jahr sein wird.[/vc_column_text][vc_column_text]Das wiederum könnte allerdings in den Kursen bereits eingepreist sein. So ist der Abstand zwischen den
10- und 30-jährigen US-Treasuries gerade einmal noch ein Zehntel Prozent und in Deutschland hat die Angst vor  dem Italien-Exodus die 10-jährigen Bundesanleihen wieder auf Renditen von unter 0,4% heruntergebracht. Inflation ist trotz der letzten Zahlen von rund 2,2% offensichtlich kein Thema.[/vc_column_text][vc_column_text]Es ergibt sich eine etwas undurchsichtige Gemengelage, die für die Aktienmärkte spätestens dann problematisch werden wird, wenn sie zu lange anhält. Die Umsätze und Gewinnmargen, die die Unternehmen für das 2. Quartal in Kürze vermelden, dürften zugelegt haben, sodass von dieser wichtigen Seite kein Gegenwind kommt. Die in solchen Phasen üblicherweise bevorzugten Dauerläufer aus der defensiven Ecke schnitten interessanterweise bislang relativ schlecht ab.[/vc_column_text][vc_column_text]Viele Halbleiteraktien galten in den vergangenen Monaten als ausgereizt. Wir sind hier zwar aus Sicht der Bewertung anderer Meinung, auch wenn deren Umsatz wohl in 2018 mehrheitlich nicht über dem Vorjahreswert liegen wird. Der US-Konzern Micron Technology hat nun dank einer starken Nachfrage nach PC-Speicherchips seinen Gewinn im 3. Geschäfts-Quartal gesteigert. Der Nettogewinn fällt mit 3,82 Mrd. USD 40% höher als im gleichen Vorjahreszeitraum aus. Auch der Nettoumsatz konnte mithalten – 40 Prozent mehr, nämlich 7,8 Mrd. USD.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Das Unternehmen, das Speicherchips für Computer und Mobilgeräte herstellt, profitiert weiter von der starken  Nachfrage und stetig anziehenden Preisen für seine  Chips. Wir würden nun gerade nicht die weit gelaufene Aktie  kaufen, sondern die Augen bei einem anderen Sektormitglied, das wir bereits vorgestellt haben, offen halten – Lam  Research. Die Aktie stand in der Spitze bei rund 230 USD und ist heute für 173 USD zu haben. Wer NetApp (vgl. Musterportfolio) im Bestand hat, kann sich über weiter feste Kurse freuen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24602″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Daimler hat wegen des US-chinesischen Handelsstreits eine (kleine) Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr herausgegeben. Die höheren chinesischen Zölle für in den USA hergestellte Autos bleiben teilweise am Konzern hängen und können nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Quasi nebenbei nannte Daimler die unseres Erachtens wichtigeren Gründe für die Pflichtmitteilung – neue Standards für Abgastests und der daraus resultierende Rückruf von Dieselautos. Die Meldung strahlt natürlich auch auf die Konkurrenten aus, sodass die Volkswagen-Aktie nahezu genauso viel abgeben musste.[/vc_column_text][vc_single_image image=“24606″ img_size=“full“][vc_column_text]JP Morgan brachte in der obenstehenden Tabelle die Sektorenperformance YTD mit der eigenen Einschätzung zusammen. Nach Kontinenten gestaffelt ergibt sich ein stark heterogenes Bild in den jeweiligen Übergewichtungen. Auch in den Emerging Markets (EM) traut sich die US-amerikanische Investmentbank eine Reihe von Übergewichtungen zu, zu denen uns derzeit etwas der Mut fehlt.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Zum Optionsportfolio: Mit dem Optionsauslauf am Freitag mussten wir die Juni-Putoptionen in der Deutschen Bank und Unicredit zurückkaufen und haben sie gleichzeitig wieder mit Fälligkeit zum 20. Juli neu verkauft. Bei VW landeten wir heute mit einem verkauften Put auf Basis 150 und Fälligkeit 17.August für 6,17 EUR einen neuen Coup.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“24610″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Nach dem vorläufigen Nein der USGesundheitsbehörde FDA zu einem neuen Medikament zur Behandlung von  Schuppenflechte erlebte Portfoliomitglied Valeant einen Absturz von mehr als 3 USD auf 23,5 USD. Valeant teilte mit, dass man an der Problemlösung arbeite. Auch hier nutzen wir den Rücksetzer und verkaufen wir eine Putoption Basis  23 USD mit Termin August für 1,46 USD.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]