[vc_row][vc_column][vc_column_text]Für den italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler waren die letzten Tage mehr als ungemütlich. Denn die amerikanische Umweltbehörde EPA warf nun auch der Tochter Chrysler vor, bei den Abgaswerten ordentlich geschummelt zu haben. Konkret geht es um den Vorwurf, eine illegale Software zur Manipulation von Schadstoffwerten eingesetzt zu haben.[/vc_column_text][vc_column_text]Dabei soll es um 104.000 Lastwagen und SUVs gehen, die seit 2014 von der US-Tochter Chrysler verkauft wurden. Die EPA wirft dem Unternehmen vor, eine Software benutzt zu haben, durch die eine Überschreitung der Emissionsgrenzen für Schadstoffwerte möglich war, ohne dass dies bei Tests aufgefallen wäre. Fiat Chrysler erklärte, dass man sich immer an die gesetzlichen Anforderungen gehalten hätte.[/vc_column_text][vc_column_text]Sollten sich die Vorwürfe dennoch bewahrheiten, drohen dem Konzern wie bei Volkswagen milliardenschwere Strafzahlungen. Darüber hinaus könnte Fiat Chrysler wie auch Volkswagen Schadenersatz-Zahlungen leisten müssen. Bereits jetzt sind zwei Sammelklagen anhängig, welche die Chrysler-Modelle Grand Cherokee und Dodge Ram 1500 betreffen, die in den Jahren 2014 bis 2016 gebaut wurden.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Dennoch: Die ganze Affäre könnte wesentlich anders verlaufen als beim deutschen Autokonzern Volkswagen. Zwar müsste Fiat Chrysler bei entsprechenden Nachweisen ebenfalls mit empfindlichen Strafen und Schadenersatzzahlungen rechnen. Doch zum jetzigen Zeitpunkt wird aus der unternehmerischen Affäre eine außenpolitische, was dem ganzen Thema einen gänzlich anderen Spin geben könnte.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“20116″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Denn während Volkswagen sein Dieselgate faktisch alleine durchstehen muss, hat sich nun die italienische Regierung eingeschaltet. Das dortige Verkehrsministerium teilte mit, dass man eigene Tests durchgeführt habe, aus diesen aber keine Manipulationen der Abgaswerte feststellen konnte. So zeigte sich Italiens Verkehrsminister Graziano Delrio schon empört in Richtung Deutschland, wo der zuständige Verkehrsminister Alexander Dobrindt bereits einen Rückruf bestimmter Modelle verlangt hat. Mittendrin die EU-Kommission, die aufgrund der Vorwürfe schon ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien überlegt. Hier sollen eigene Tests entsprechende Manipulationen
und höhere Abgaswerte gezeigt haben.[/vc_column_text][vc_column_text]Aus strategischer Sicht ist die Verlagerung der Affäre von der unternehmerischen auf die politisch/außenpolitische Ebene für Fiat Chrysler kein dummer Schachzug. Denn das könnte unter Umständen mögliche Folgen begrenzen. Insofern sehen wir auch die jüngsten Abschläge in unserer Anleihen-Empfehlung zu Fiat Finance & Trade als nachvollziehbar, aber nicht nachhaltig an. Unsere Empfehlung entsprechend: Weiter halten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“20120″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
