Anfang der Woche schaute die Börse natürlich insbesondere auf die US-Finanzwerte. Denn sie läuten inzwischen traditionell die Berichtssaison ein und gelten diesbezüglich auch als gewisser Gradmesser, wie es der Wirtschaft geht. Allerdings: Wenn man sich die Gesamtheit der bislang gemeldeten Zahlen anschaut, wird deutlich, was wir schon eingangs erwähnten.

Die Banken, die sehr stark im Investmentbanking und Aktienhandel tätig sind, konnten überzeugen, die anderen leiden unter den  Kreditausfällen bezüglich der Corona-Krise. Aus unserer Empfehlungsliste können wir exemplarisch J.P. Morgan und Citigroup gegeneinanderstellen.  Während J.P. Morgan dank eines starken Investmentbanking und Wertpapierhandels einen Gewinn je Aktie von 2,92 USD ausweisen konnte und damit einen Anstieg auf dieser Basis um knapp 9% (womit man auch die Analystenerwartungen übertreffen konnte), musste die Citigroup auf dieser Basis einen erheblichen Rückschlag um rund ein Drittel auf nur noch 1,40 USD je Aktie hinnehmen.

Der tabellarische Direkt-Vergleich zeigt es: Während das Thema Risikovorsorge bei J.P. Morgan kaum eine Rolle spielt, musste die Citigroup hier ihre Rückstellungen weiter erhöhen. Noch deutlicher fielen die Unterschiede im Investmentbanking aus, wo J.P. Morgan seine Erlöse von 0,2 Mrd. USD auf 2,1 Mrd. USD erhöhen konnte, während die Citigroup nur ein Plus von 1,2 auf 1,4 Mrd. USD schaffte. Die Kennzahlen für den Aktienund Anleihehandel sind analog.

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