Beim italienischen Telekomriesen Telecom Italia gibt es derzeit viel Wirbel. Denn Anfang der Woche  wurde bekannt, dass der amerikanische Finanzinvestor KKR vorhat, TIM (wie Telecom Italia üblicherweise abgekürzt wird) zu übernehmen. TIM selbst stuft das Übernahmeangebot bislang als freundlich ein, allerdings macht Großaktionär Vivendi erst einmal nicht mit. Der französische Medienkonzern, der knapp ein Viertel (23,75%) an TIM besetzt, hat das bisherige indikative Übernahmeangebot von 0,505 EUR je TIM-Aktie als zu niedrig abgelehnt.

Medienberichten zufolge soll KKR jetzt auch schon über eine Erhöhung seines Angebotes nachdenken. Im Gespräch sollen 70 bis 80 Euro-Cent, möglicherweise sogar 90 Euro-Cent je TIM-Aktie möglich sein. Unter dem Strich ginge es hier um eine Übernahme im Wert von rund 11 Mrd. EUR. Allerdings ist nicht nur Vivendi Deal-entscheidend, sondern auch der italienische Staat, der über eine goldene Aktie ein Vetorecht hat.

Natürlich stellt sich gerade bei TIM die Frage, was der Finanzinvestor damit anstellen möchte. Tatsache ist, dass die Italiener schon seit vielen Jahren der eigentlich positiven Entwicklung im Telekomsektor hinterherhinken. In den vergangenen fünf Jahren ist der Umsatz um rund 20% zurückgegangen. Auch die jüngsten Ergebnisse zum dritten Quartal konnten nicht so recht begeistern, obwohl sie über den Erwartungen lagen. Beim organischen EBITDA hatte TIM allerdings im Jahresvergleich einen erneuten Rückgang um knapp 3% zu verzeichnen..

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