Bei Telecom Italia brechen jetzt alle Dämme. In der vergangenen Woche gab es zwei wichtige Ereignisse: Zum einen schrieb Großaktionär Vivendi einen großen Teil seiner Beteiligung am italienischen Telekom-Dienstleister ab, insgesamt 728 Mio. EUR. Zum anderen unterstützte man offiziell dem Plan des neuen TPIM-Vorstandschefs Labriola, die Kontrolle über das Netzwerk im Zweifelsfall abzugeben. Dies hatte Labriola im Zusammenhang mit der Vorstellung der desaströsen Zahlen zum vierten Quartal 2021 (siehe Ausgabe 09/22) offiziell gemacht. Doch damit nicht genug:

Zum Anfang der Woche wurden Aufsichtsratschef und CEO ermächtigt, offizielle Übernahme-Gespräche mit dem amerikanischen Privarte-Equity-Investor KKR aufzunehmen, der bekanntlich bei Telecom Italia einsteigen will. Aktuell soll KKR nach wie vor 0,40 EUR je Aktie bieten. Der aktuelle Aktien kurs liegt bei 0,30 EUR. Doch hier ist die Messe wohl noch längst nicht gesungen. Denn Medieninformationen zufolge soll auch die Private-EquityFirma Apollo über eine mögliche Offerte nachdenken. Kann es also möglicherweise einen Bieterkampf geben? Wir werden es sicherlich erleben.

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