Es ist schon immer wieder erstaunlich, zu welcher – auch moralischen- Flexibilität sich manche Politiker in Ausnahmesituationen aufschwingen können. Bestes Beispiel dafür der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen, der dieser Tage ausgerechnet im für seine Menschenrechtsverletzungen bekannten Emirat Qatar vorstellig wurde und mit einer Liefervereinbarung für Flüssiggas wieder nach Hause zurückkehrte.

Aber auch im größeren Rahmen, in der gesamten EU, wird derzeit das Spiel gespielt, mit welchen Maßnahmen und aus welchen Quellen man so schnell wie möglich unabhängig werden kann von russischem Öl, Gas und auch Kohle. Dazu treffen sich heute und morgen die Regierungschefs und ein schon durchgestochener Entwurf für die Gipfel-Erklärung zeigt, in welche Richtung es gehen soll.

Schaut man sich die Maßnahmen im Detail an, wie sie beispielsweise die Internationale Energieagentur aufs Tapet bringt, die das alles so ein bisschen aus wie das Cent-Zählen an der Supermarkt-Kasse. Der größte Posten beim Umlenken der Gasimporte wäre sicherlich die Beschaffung aus alternativen Quellen, wie sie auch schon Habeck auf den Weg gebracht hat.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren