Bislang waren es eigentlich nur Spekulationen, doch jetzt gibt es die offizielle Bestätigung: Der japanische Technologiekonzern  Softbank will einen Großteil seiner Anteile am amerikanischen Mobilfunker T-Mobile US verkaufen. Der Hintergrund dürfte bereits bekannt sein,  deshalb in gebotener Kürze:

Softbank hat sich im wahrsten Sinne des Wortes bei seinen Startup-Beteiligungen verzockt. Das betraf insbesondere den  Büroflächenanbieter Wework, aber auch Engagements wie beispielsweise beim Fahrdienstleister Uber. Deshalb stellt Softbank mittlerweile etliche Beteiligungen auf dem Prüfstand und hatte schon erklärt, dass man Vermögenswerte im Umfang von bis zu 4,5 Bio JPY (umgerechnet rund 37 Mrd. EUR) verkaufen wolle, um damit einerseits Schulden zu tilgen, andererseits einen geplanten Aktienrückkauf im Umfang von umgerechnet rund 2,5 Bio. JPY zu finanzieren.

Wer am Ende die Anteile von T-Mobile US bekommen könnte, bleibt natürlich vorerst unklar. Denn Softbank hat hier mehrere Optionen. So könnte man die Anteile über eine Privatplatzierung verkaufen, aber auch ein öffentliches Angebot machen oder direkt mit T-Mobile US bzw. der Deutschen Telekom über einen Paketverkauf verhandeln. Ganz abgesehen davon, dass es natürlich immer eine Preisfrage ist, ob der Deal überhaupt zustande käme. Insgesamt soll Softbank Aktien im Gesamtwert von bis zu 20 Mrd. USD in den Ring werfen. Was heißt, dass man sich nicht komplett zurückziehen will, aber natürlich dann nur noch eine untergeordnete Rolle im Aktionärskreis spielen würde.

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