Die geplante Fusion der amerikanischen Mobilfunkanbieter T-Mobile US und Sprint bekommt eine neue Hürde aufgebaut. Denn die beiden TV-Kabelanbieter Altice und Dish haben bei der Telekommunikationsbehörde FCC interveniert. Wie aus den entsprechenden Anträgen hervorgeht, möchte vor allem Altice erreichen, dass eine Fusion nur mit hohen Auflagen genehmigt wird.

Das ist nicht ganz uneigennützig. Denn Altice will selbst in das Mobilfunk-Geschäft einsteigen. So geht es dem Kabelanbieter vor allem darum, dass T-Mobile US bisherige Verabredungen, dass Altice das Netzwerk nutzen kann, weiter einhält. Außerdem wollte man ursprünglich ab kommendem Jahr als Reseller für die Mobilfunkangebote von Sprint unter eigener Marke auftreten. Auch das soll nach Vorstellung von Altice durch die FCC sichergestellt werden. Bei Dish geht es dagegen vordergründig um Befürchtungen, dass durch die Fusion die Preise für Verbraucher steigen. Doch auch hier kann man davon ausgehen, dass insbesondere Pläne zum Mobilfunk als gefährdet angesehen werden.

Das Timing für das Veto ist dabei gut gewählt. Denn zuvor hatte die Deutsche Telekom gehofft, dass sich die Wettbewerbsbehörden bis Ende August zu einer ersten Stellungnahme bereit finden. Dann hätte man erkennen können, ob ein Zusammenschluss wettbewerbsrechtlich möglich würde oder nicht.  Nun kann man davon ausgehen, dass das noch eine Weile dauert.

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