Die Aktionäre des britisch-niederländischen Ölkonzerns Shell haben ein klares Votum abgegeben: Bei der Abstimmung über einen Umzug des Konzernsitzes nach London stimmten nach bisherigen Auszählungen 99% der Aktionäre dafür. Der Umzug war beantragt worden, weil die niederländische Regierung eine Quellensteuer auf Dividenden von 15% eingeführt hat, die Shell schlichtweg nicht zahlen will. Weiteres Ergebnis des Beschlusses: Das bisherige „Royal Dutch“ verschwindet aus dem Namen

Als dann originär britisches Unternehmen dürfte Shell wohl jetzt auch etwas mehr Beinfreiheit bekommen abseits von den EU-Gängelungen. Was natürlich aber nicht heißt, dass sich Shell nun in Zukunft vom europäischen Markt fernhält, im Gegenteil. Die immer stärkere Ausrichtung in Richtung erneuerbare Energien dürfte hier den europäischen Markt weiterhin in eine vordere Position bringen. Dazu passt, wenngleich nicht mit europäischem Fokus, doch die jüngste Übernahme eines Spezialisten für die Energiespeicherung, insbesondere auch Solarenergie.

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