Beim Automobilzulieferer Schaeffler hinterließ die Corona-Krise tiefe Spuren in der Bilanz. Das Unternehmen verbuchte einerseits beim Umsatz einen Rückgang um knapp 10% auf 3,28 Mrd. EUR. Das bereinigte EBIT verringerte sich sogar um fast 21% auf 215 Mio. EUR. Hierbei schlug insbesondere die Talfahrt der Automobilbranche ins Kontor. Der Bereich Auto OEM musste seinen operativen Gewinn auf 50 Mio. EUR mehr als halbieren. Dagegen hielt sich die Industrie-Sparte mit 88 Mio. EUR fast auf Vorjahresniveau, während das Aftermarket-Geschäft (also Ersatzteile) sein Ergebnis sogar um 10% auf 76 Mio. EUR verbessern konnte.

Dennoch: Unter dem Strich rutschte Schaeffler mit 184 Mio. EUR in die Verlustzone. Im Vorjahreszeitraum hatte man noch 137 Mio. EUR Gewinn verdienen können. Es gab aber noch einen Lichtblick. Denn beim Abbau der Schulden kam Schaeffler trotz der neuen Herausforderungen weiter voran.  Die Nettofinanzschulden verringerten sich von zuvor 2,8 Mrd. EUR auf nun 2,41 Mrd. EUR.

Angesichts der Krisenauswirkungen will Schaeffler nun erneut verstärkt auf die Kostenbremse treten. So plant man die Streichung von 1.900 Arbeitsplätzen, ein Mehr von 600 gegenüber früheren Planungen. Gleichzeitig musste sich der Konzern allerdings auch mit erheblichen Wertberichtigungen auf das Automobilgeschäft auseinandersetzen.

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