Ein bisheriges Schwerpunktthema waren immer wieder die Reedereien. Dabei hält das kommende Jahr
besondere Herausforderungen parat. Wie wir schon beschrieben haben, dürfte die in den vergangenen Jahren bestimmende Konsolidierungswelle zu einem Ende kommen. Dies hauptsächlich aus regulatorischen Gründen. Selbst neue Allianzen halten wir über das derzeit erreichte Niveau kaum mehr umsetzbar. Damit haben wir in der Spitzengruppe drei große Aktionsgruppen mit den Schwergewichten Maersk auf der einen und CMA CGM auf der anderen Seite. Die deutsche Hapag Lloyd spielt ebenfalls mit und hat sich vorrangig mit asiatischen Reedereien zusammengetan.

Die Herausforderung ist relativ klar: Zwar dürften die Akteure aufgrund einer Erholung bei den Frachtraten höhere Umsätze generieren können. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass im Gegenzug die Treibstoffkosten ebenfalls weiter anziehen. Inwieweit hier noch Kosteneinsparungen möglich sind, bleibt abzuwarten.

In diesem Zusammenhang ist die bereits bekannte Aufspaltung von Maersk weiterhin zu begrüßen. Das spiegelt sich  auch in den Gewinnerwartungen für kommendes Jahr wider. Denn Maersk könnte hier derjenige sein, der den stärksten Zuwachs bei den operativen Gewinnen erreichen könnte. Damit schiebt sich dieses Unternehmen aus unserer Sicht in eine Favoritenrolle, nachdem bekanntlich das Öl- und Gasgeschäft verkauft wurde. Aber auch für die deutsche Hapag-Lloyd liegen derzeit positive Prognosen für das EBIT vor, weshalb wir hier mit Blick auf das  kommende Jahr unsere derzeitige Halten-Empfehlung bestätigen. 

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