Deutlich konservativer geht es bei einer Neuemission von Nestlé Finance vonstatten. Die Finanzierungstochter des Schweizer Nahrungsmittelgiganten hat 1 Mrd. EUR zu 1,5% mit Laufzeit bis 2030 platzieren können. Diesmal auch kleinanlegerfreundlich mit 1.000 EUR Mindeststückelung. Auch wenn Nestlé bekanntlich umstritten ist, führt an dem Unternehmen weiterhin kein Weg vorbei, wenn man sich ernsthaft im Nahrungsmittel-Sektor engagieren möchte, zumal das Unternehmen versucht, seine grundsätzliche Unternehmensstrategie in Richtung gesünderes  Essen weiterzuentwickeln bzw. in neue Gebiete wie beispielsweise Tiernahrung zu expandieren. Zur Finanzierung dafür dürfte auch die aktuelle  Neuemission dienen. Hier würden wir einen Kauf empfehlen und das Papier in unser konservatives Musterdepot aufnehmen.

Syngenta: Warm laufen für das IPO?

Und wir bleiben noch in der Schweiz. Denn auch Syngenta hat eine neue Anleihe platziert. Abgesehen von der aktuellen Nutzung des   günstigen Marktumfeldes könnte dies auch als gewisser Test verstanden werden mit Blick auf das eigentlich geplante IPO in den nächsten ein, zwei  Jahren. Bekanntlich wurde Syngenta als einer der größten Agrarchemie-Konzerne der Welt vor inzwischen knapp drei Jahren vom chinesischen Staatskonzern ChemChina übernommen. Vieles von dem, was damals versprochen wurde, ist nicht eingetreten, im Gegenteil. So hat der  Mutterkonzern seine Tochter sprichwörtlich ausgequetscht. Das spiegelt sich auch in einer Bonitätsnote bei Moody´s von nur Ba2 und damit im Non-Investmentgrade-Bereich wider. Grundsätzlich gilt die Einschätzung, dass Syngenta finanziell eher auf Sparflamme kocht.

Mit der nun platzierten neuen Anleihe vollzieht Syngenta unserer Meinung nach einen ersten Tests, inwieweit die Planungen für einen möglichen  erneuten Börsengang bis 2022 am Markt ankommen. Bislang war hinsichtlich der Abnahme nichts Gegenteiliges zu hören. Deshalb würden wir mit  Blick auf die aktuelle Rendite die neue Anleihe durchaus für interessant halten. Für noch interessanter halten wir allerdings die bis 2022 laufende  Anleihe. Diese würden wir auch ins konservative Musterdepot aufnehmen, da uns eine Rückzahlung mehr als gesichert erscheint.

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