Netflix hatte in den vergangenen Monaten ja durchaus mit Zweifeln im Markt zu kämpfen. Das bezog sich einerseits auf die verschärfte Wettbewerbssituation. Andererseits hatte Netflix selbst im vergangenen Jahr gewarnt (man erinnert sich an den Q3-Bericht), dass es bei den  Abozuwächsen zu Vorzieheffekten im ersten Halbjahr gekommen sei. Das spiegelte sich hauptsächlich auch in der Aktie wider, während die von uns präferierten Anleihen in diesem Zusammenhang sich eher gut aus der Affäre ziehen konnten. Nun gab es ganz aktuell einen neuen Schwung nach oben, weil der führende Anbieter von Streamingdiensten bei der Vorlage seiner Zahlen zum Abschlussquartal 2020 überraschend positiv abschneiden konnte.

Konkret gewann man rund 8,5 Mio. neue Kunden hinzu. Das war weitaus besser als die noch im Oktober in Aussicht gestellten 2,2 Mio. und auch über den inzwischen angepassten Markterwartungen, die bei rund 6,5 Mio. gelegen hatten. Unterm Strich konnten die Umsätze um mehr als 20% auf 6,6 Mrd. USD verbessert werden, der Gewinn betrug 542 Mio. USD, ein kleines Minus zum Vorjahr.

Was allerdings am Markt besondere Aufmerksamkeit bekam, war die Entwicklung des Cashflows. Hier gab es zwar beispielsweise beim Free Cashflow ein negatives Ergebnis von 284 Mio. USD. Doch dieses fiel deutlich besser aus als die -323,4 Mio. USD, welche die von FactSet befragten Analysten auf dem Zettel hatten.

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