In den aktuellen Tagen sind ja gute Nachrichten eher Mangelware. Umso überraschender, dass ausgerechnet so etwas vom  Salz- und Düngemittel-Produzenten K+S kommt. Denn dieser hatte bekanntlich in den vergangenen Monaten einen mehr als schweren  Stand an der Börse. Dies auch wegen der hohen Verschuldung, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren aufgrund seiner  Expansion angehäuft hatte. Insbesondere im Salz-Bereich hatte man in den vergangenen 15 Jahren kräftig zugekauft. Doch kürzlich gab  es hier einen grundsätzlichen Strategie-Schwenk.

So hatte K+S angekündigt, sein komplettes Salzgeschäft in Nord- und Südamerika verkaufen zu wollen. Das betrifft einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. EUR und einen operativen Gewinn auf Basis des EBITDA von 230 Mio. EUR. Zum Vergleich: Das Salzgeschäft in Europa bringt es derzeit nur auf ein Umsatzvolumen von rund 400 Mio. EUR.

Wie K+S mittlerweile mitteilte, soll es ein recht großes Interesse sowohl von bisherigen Wettbewerbern als auch von Finanzinvestoren geben. Mit dem Geld, das K+S durch den Verkauf einnehmen könnte, will man insbesondere auch den Schuldenberg abbauen. Dieser  dürfte aktuell bei rund 3,5 Mrd. EUR liegen, was einem Verschuldungsgrad (Schulden zu EBITDA) von rund 6,6 entsprechen würde.

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