Im letzten Jahr sah danach aus, als wenn der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck durch seine neue Digitalstrategie aus  der Ertrags-Talsohle herauskommen könnte. Doch jüngste Turbulenzen, gepaart mit  einem schwachen 9-Monats-Ergebnis, haben dafür gesorgt, dass die sprichwörtliche Hütte unterm Dach brennt.

Schaut man sich den Bericht zu den ersten neun Monaten an, kann man es zwischen den Zeilen lesen:  Heidelberger Druck sieht sich in einer prekären Lage. Was nichts anderes heißt, als dass die Sanierungsbemühungen nochmals  verstärkt werden müssen und gleichzeitig vor allem auch darauf geachtet werden muss, dass die Handlungsfähigkeit inklusive  Liquidität erhalten bleibt. Das Problem dabei sind nicht nur die operativen Herausforderungen, sondern auch die jüngsten  Wechsel im Management. So hatte Heidelberger Druck in den letzten Monaten sowohl einen neuen Finanzvorstand als auch  einen neuen Aufsichtsratschef installieren müssen.

Die vorgelegten Zahlen zeigen das Dilemma. Während sowohl Umsätze als auch Auftragseingang unter den  Vorjahreswerten blieben, musste Heidelberger Druck beim Nettoergebnis einen Verlust von 10 Mio. EUR nach nur  -2 Mio.  EUR im Vorjahr verkraften. Da half es auch nicht weiter, dass auf operativer Ebene auf Basis EBITDA eine Verbesserung um  knapp 16% auf 117 Mio. EUR gelang. Letztlich muss man es wohl so klar formulieren:

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