Gelingt der Deutschen Telekom ein zweiter Erfolg wie bei T-Mobile US?

//Gelingt der Deutschen Telekom ein zweiter Erfolg wie bei T-Mobile US?

Gelingt der Deutschen Telekom ein zweiter Erfolg wie bei T-Mobile US?

Die Auslandslage ist klar: Der amerikanische Mobilfunkableger T-Mobile US hat sich vom einstigen Sorgenkind zur absoluten Cash Cow des deutschen Telekommunikations-Konzernes entwickelt. Dies spiegelt sich auch in den strategischen Überlegungen wider. Galt es in Bonn noch vor ein paar Jahren als ausgemacht, den US-Ableger schnellstmöglich zu verkaufen, hat sich diese Strategie quasi in Luft aufgelöst. Zwar sucht man weiterhin nach interessanten Kooperationspartnern (weswegen wir auch die gescheiterten Fusionsgespräche mit Sprint noch nicht gänzlich abhaken wollen). Doch in der jetzigen Verfassung wäre T-Mobile US weiterhin sehr gut in der Lage, auch allein im Wettbewerb zu bestehen.

Der Erfolg des US-Unternehmens könnte dabei als eine Art Blaupause für andere Sorgenkinder gelten. Diese sind seit einigen Monaten im so genannten „Portfolio der Möglichkeiten“ bei der Deutschen Telekom versammelt. Dabei sticht insbesondere die Tochter TMobile Netherlands hervor, für die jetzt eine erste Lösung gefunden wurde.

Denn T-Mobile NL übernimmt den kleineren Konkurrenten Tele2 Netherlands und macht damit dem bisherigen Spitzenduo KPN und Vodafone ordentlich Dampf. Denn gemeinsam rückt man insbesondere im Mobilfunk nicht nur größenmäßig an die Konkurrenz heran. Hinzu kommt, dass beide Unternehmen zuletzt im niederländischen Markt das kräftigste Wachstum in der Branche verzeichnen konnten.

Allerdings bleiben noch etliche Herausforderungen. Das gilt insbesondere für das Festnetzgeschäft und damit für das entsprechende Breitband-Angebot. Hier ist der Abstand zu den beiden Platzhirschen noch deutlich. Doch auch hier könnte der Zusammenschluss eine neue Dynamik entfalten. Schließlich verfügt Tele2 bislang über eine doppelt so hohe Reichweite wie T-Mobile NL. Damit vergrößern sich natürlich auch die Möglichkeiten einer heutzutage üblichen Bundle-Vermarktung aus Festnetz und Mobilfunk.

Die Deutsche Telekom wird zukünftig an der neuen Gesellschaft 75% halten. Auf der finanziellen Seite hat die Telekom dem Tele2-Mutterkonzern, der schwedischen Tele2 Group, einmalig 190 Mio. EUR gezahlt. Weitere 1,1 Mrd. EUR werden der neuen Unternehmung als Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug bekommt die Deutsche Telekom über eine separate Gesellschaft vollständigen Zugriff auf alle Funktürme und Antennenstandorte von T-Mobile NL.

Fazit: Aus dieser Konstellation heraus wäre es natürlich besonders attraktiv, wenn es ausstehende Anleihen von TMobile NL geben würde, mit denen man den Erfolg von T-Mobile US kopieren könnte. Das ist leider nicht der Fall, so dass wir hier auf die Anleihen der Deutschen Telekom zurückgreifen, die ja letztlich auch davon profitieren sollten.

Hier würde sich insbesondere eine USD-Anleihe mit Laufzeit bis 2027 anbieten. Wer das Währungsrisiko im Dollarraum scheut, muss sich natürlich im heimischen Euro-Raum mit deutlich geringeren Renditen zufrieden geben. Hier präferieren wir eine bis 2028 laufende Anleihe, bei welcher sich auch der Einstieg anbietet, weil der Bonds zuletzt etwas Luft abgelassen hat. Für beide Anleihen gibt es entsprechend eine Kauf- Empfehlung.

Von | 2018-01-12T15:14:00+00:00 21.12.2017|Kategorien: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für Gelingt der Deutschen Telekom ein zweiter Erfolg wie bei T-Mobile US?

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