Rückt die Möglichkeit einer Rezession näher, sind auch die Sorgen rund um die Bonität von Unternehmen nicht weit. Das gilt insbesondere für diejenigen, die über strukturelle Schwächen verfügen. Dabei ist es eher unerheblich, ob diese bereits erkannt wurden. Aktuell rücken zunehmend europäische Unternehmen und insbesondere auch deutsche Firmen ins Visier der Ratingagenturen. Wobei es derzeit noch nicht darum geht, hier große Herabstufungs-Runden zu initiieren. Doch erste Warnhinweise sollten aufhorchen lassen.

Dabei liefert die Ratingagentur Standard & Poor‘s mit ihrer Bilanz zum zweiten Quartal einige interessante Hinweise. Wie in  der Übersicht zu erkennen ist, hielten sich die Herabstufungen im Investmentgrade-Bereich mit insgesamt vier Emittenten  bzw. 13 Mrd. USD Volumen noch sehr in Grenzen. Dem standen noch zahlreichere Hochstufungen gegenüber. Interessant wird  es allerdings im Non-Investmentgrade-Bereich. Hier überwogen im gemeldeten zweiten Quartal die Herabstufungen gegenüber  den Hochstufungen bereits deutlich.

Standard & Poor‘s selbst sieht vor allen Dingen die Lage im Automobilsektor zunehmend kritisch. Rund ein Drittel der aktuellen Ratings werden bereits mit einem negativen Ausblick versehen. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal waren es nur 8%. Dazu passen auch die Aktionen der letzten Tage.

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