Die Sorgen um die Perspektiven in Italien und Eurozone haben sichtbare Spuren bei den Bank-Anleihen hinterlassen. Dabei lag das Augenmerk auch auf den beiden deutschen Privatbanken Deutsche Bank und Commerzbank. Nun, da es eine Beruhigung im Markt gibt, haben die Bonds durchaus Chancen auf eine Erholungsphase. Was
allerdings nichts daran ändert, dass beide weiterhin tief greifende strukturelle Probleme haben.

Größtes Sorgenkind ist die Deutsche Bank. Denn derzeit scheint ihr nichts zu gelingen. Der neue Chef Christian Sewing versucht zwar, mit einem Sofortprogramm zumindest die Kostenseite zu stabilisieren. Allerdings ist dies ein zweischneidiges Schwert. So könnte die aktuelle Ankündigung, Tausende Stellen vor allem in Investmentbanking zu streichen, zwar langfristig die Kosten senken. Doch ist dies wohl auch ein Garant dafür, dass die verbleibenden Mitarbeiter eher demotiviert werden. Ganz abgesehen davon, dass in solchen Phasen eher die Talente die Bank verlassen.

Für Verwirrung sorgt im Markt auch ein erneuter Strategiewechsel. So ist der Plan, bis Jahresende eine eigene Digitalbank auf die Beine zu stellen, aufgegeben worden. Offiziell wird dies mit dem Eingeständnis begründet, dass die Konkurrenz zu stark wäre. Für den Marktführer in Deutschland ist dies allerdings ein absolutes Armutszeugnis. Und aktuell als dritte Belastung:

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