Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat bekanntlich ein schwieriges 2019 hinter sich gebracht. Allerdings konnte man zumindest zum Jahresende hin eine gewisse Stabilisierung im Geschäft ausweisen. Unter dem Strich setzte Schaeffler 14,4 Mrd. EUR  um. Die operative Marge ging um 1,6 Prozentpunkte auf 8,1% zurück, schnitt damit allerdings doch am Ende etwas besser ab als  erwartet. Insgesamt wurde der Gewinn auf 448 Mio. EUR mehr als halbiert.

Dennoch: Für das laufende Jahr zeigt sich Schaeffler vorsichtig, wenngleich unerwartet optimistisch. Zwar dürfte die Marge weiterhin  rückläufig sein. Hier wird als Zielwert derzeit rund 7% angesetzt. Doch rechnet Vorstandschef Klaus Rosenfeld insbesondere für den  wichtigen chinesischen Markt mit einer V-förmigen Erholung. So seien bereits jetzt alle Schaeffler-Werke im Reich der Mitte wieder in Betrieb und zu rund 80% ausgelastet.

Natürlich bleiben vielfältige Unsicherheiten. Denn während China quasi jetzt beginnt, nach der Corona-Epidemie aufzuräumen und langsam wieder zur Normalität zurückzukehren, ist die Epidemie-Spitze in Europa und in Amerika noch längst  nicht erreicht. Das schafft natürlich auch Unsicherheiten, wie es für die europäischen Abnehmer von Schaeffler vorerst  weitergeht.  Dennoch zeichnet sich hier ab, dass zwar das erste Halbjahr erwartungsgemäß schwach ausfallen wird, im zweiten Halbjahr bislang allerdings deutliche  Aufholeffekte zu erwarten sind. 

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