Wir bleiben im Luftfahrtsektor. Denn auch die beiden Flugzeughersteller Airbus und Boeing haben ihre jeweiligen Quartalsberichte präsentiert. Dass diese angesichts eines momentan faktisch nicht existenten Geschäftes deutlich negativ ausfallen würden, war abzusehen. Insofern hat sich der  Markt auch eher eine eher konträre Meinung gebildet. Im Einzelnen:

Airbus hat in den ersten drei Monaten einen Umsatz von nur noch 10,6 Mrd. EUR machen können. Das war ein Rückgang um gut 15% zum Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn in der Flugzeugsparte viel von zuvor 319 Mio. EUR auf nur noch 57 Mio. EUR. Da sich gleichzeitig das negative Finanzergebnis auf -477 Mio. EUR verschlechterte, wies der Flugzeugbauer am Ende einen Nettoverlust von 480 Mio. EUR aus, nachdem er im Vorjahr noch 40 Mio. EUR Gewinn machte.

Natürlich interessierte den Markt insbesondere, wie es um die Liquidität steht. Erst vor wenigen Tagen hatte Firmenchef Guillaume Faury in einem Brandbrief an die Mitarbeiter die Lage in tiefschwarzen Tönen beschrieben. Der Blick auf die Liquiditätsentwicklung unterstützt dies. So ging die Bruttoliquidität im ersten Quartal von zuvor 22,7 Mrd. EUR auf nur noch 18,4 Mrd. EUR zurück. Noch dramatischer sieht es bei der Nettoliquidität aus. Hier wurden die Werte auf rund 3,6 Mrd. EUR mehr als halbiert.

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