In Deutschland steigt die Spannung. Denn nun ist klar, wer ins Rennen um die neuen 5G-Mobilfunklizenzen einsteigen wird. Wenig überraschend bieten die drei Platzhirsche Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica bei der im Frühjahr erwarteten Auktion mit. Aber es gibt noch eine Nummer vier. Denn auch der Internetkonzern United Internet hat seinen Hut in den Ring geworfen. Für ihn sicherlich ein sehr riskantes Unterfangen, schließlich wird er bei einer Zuteilung selbst Sendemasten errichten müssen, steht also ebenfalls vor einer hohen Investitionssumme.

Während faktisch alle beteiligten Konzerne noch gegen die Auktionsbedingungen und späteren Vorschriften klagen, dürfte schon jetzt deutlich werden, dass sich eigentlich keiner leisten kann, beim Thema 5G abgehängt zu werden. Dabei werden in einem ersten Zug wohl weniger die zukünftigen Privatkunden in den Kalkulationen eine Rolle spielen, sondern als Erstes das Potenzial von 5G bei  Unternehmen.

Bleibt zu hoffen, dass die Bundesnetzagentur bzw. die anderen staatlichen Verantwortlichen nicht den gleichen Fehler machen wie damals bei der UMTS-Versteigerung, die zwar die horrende Summe von 50 Mrd. EUR in die Staatskasse spülte, aber den beteiligten Unternehmen nur wenig Geld zum investieren übrig ließ. Das schlug sich in den Folgejahren in einem extrem schleppenden Ausbau nieder, so dass UMTS dann von den technischen Entwicklungen schnell überholt und faktisch irrelevant wurde.

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