[vc_row][vc_column][vc_column_text]In Deutschland steigt die Spannung. Denn nun ist klar, wer ins Rennen um die neuen 5G-Mobilfunklizenzen einsteigen wird. Wenig überraschend bieten die drei Platzhirsche Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica bei der im Frühjahr erwarteten Auktion mit. Aber es gibt noch eine Nummer vier. Denn auch der Internetkonzern United Internet hat seinen Hut in den Ring geworfen. Für ihn sicherlich ein sehr riskantes Unterfangen, schließlich wird er bei einer Zuteilung selbst Sendemasten errichten müssen, steht also ebenfalls vor einer hohen Investitionssumme.[/vc_column_text][vc_column_text]Während faktisch alle beteiligten Konzerne noch gegen die Auktionsbedingungen und späteren Vorschriften klagen, dürfte schon jetzt deutlich werden, dass sich eigentlich keiner leisten kann, beim Thema 5G abgehängt zu werden. Dabei werden in einem ersten Zug wohl weniger die zukünftigen Privatkunden in den Kalkulationen eine Rolle spielen, sondern als Erstes das Potenzial von 5G bei Unternehmen.[/vc_column_text][vc_column_text]Bleibt zu hoffen, dass die Bundesnetzagentur bzw. die anderen staatlichen Verantwortlichen nicht den gleichen Fehler machen wie damals bei der UMTS-Versteigerung, die zwar die horrende Summe von 50 Mrd. EUR in die Staatskasse spülte, aber den beteiligten Unternehmen nur wenig Geld zum investieren übrig ließ. Das schlug sich in den Folgejahren in einem extrem schleppenden Ausbau nieder, so dass UMTS dann von den technischen Entwicklungen schnell überholt und faktisch irrelevant wurde.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29236″ img_size=“full“][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Was allerdings jetzt schon klar ist: In den kommenden Jahren dürften vor allen Dingen die Ausrüster die Profiteure des 5G- Trends sein. Dabei haben die Asiaten auf den ersten Blick die Nase vorn. Dies gemessen an den zur Verfügung stehenden Patenten, die faktisch die Grundlage für entsprechende technische Entwicklungen bilden.[/vc_column_text][vc_column_text]Hier tut sich insbesondere die südkoreanische Samsung mit Abstand hervor. Unter den Top 5 sind mit Huawei und ZTE gleich noch zwei chinesische Firmen vertreten. Unsere Prognose ist allerdings, dass diese insbesondere in den westlichen Industrienationen, wenn überhaupt, eher nur geringe Auftragsvolumen erreichen können.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Die dadurch entstehenden Lücken könnten vor allem Ericsson und Nokia aus Europa füllen. Auch sie verfügen über durchaus signifikante Patentgrößen und sind schon jetzt oftmals genannt bei entsprechenden Auftragsvergaben. Passend dazu lieferten beide Unternehmen gerade Quartalszahlen ab. Diese fielen eher durchwachsen aus. Doch betonten beide Unternehmen erneut, dass sie ihre jeweiligen Wachstumsperspektiven weiterhin im Bereich 5G sehen. Die Zahlen im Detail:
Ericsson: Breakeven rückt näher[/vc_column_text][vc_column_text]Beim schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson dominierten im vergangenen Jahr auf der Ertragsseite zwar noch rote Minusvorzeichen. Doch ist ein klar positiver Trend zu erkennen. Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal 2018 ein Umsatzplus von 83,8 Mrd. SEK. Das entsprach einem Plus zum Vorjahr von 10%. Insgesamt wies Ericsson trotz des Umsatzplus zwar noch einen Verlust von 6,55 Mrd. SEK aus. Im Jahr zuvor hatte der Verlust allerdings noch bei 18,5 Mrd. SEK gelegen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Ein ähnliches Bild zeigte sich auch auf Jahresbasis. Denn auch hier wurde der Verlust signifikant verringert. Nach 32,6 Mrd. SEK in 2017 lag das Minus in 2018 nur noch bei 6,5 Mrd. SEK. Und noch ein weiterer Lichtblick. Denn der bereinigte operative Gewinn im vierten Quartal lag mit 2,6 Mrd. SEK in der Gewinnzone nach einem Verlust von 16,9 Mrd. SEK im Vorjahr. Dass man trotzdem noch im Minusbereich war, ging in der Hauptsache auf das Konto von Rückstellungen in Höhe von 6,1 Mrd. SEK, die insbesondere für die Finanzierung des vor zwei Jahren gestarteten Sparprogramms dienen sollen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29220″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Derzeitiger Wachstumstreiber ist ganz klar Nordamerika. Dort wird schon kräftig in den Aufbau der 5G-Netze investiert. Allerdings hat das Unternehmen derzeit noch Baustellen wie zum Beispiel den Geschäftsbereich Digital Services, wo die Ertragswende noch nicht erreicht sein soll.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Die klar verbesserten Perspektiven für Ericsson auch in seiner Finanzierungsstruktur haben dazu geführt, dass die von uns empfohlene Anleihe zuletzt ebenfalls deutlich Boden gewinnen konnte. Hier sehen wir noch weiteres Potenzial und bleiben investiert.[/vc_column_text][vc_column_text]Nokia: Endspurt hat noch nicht gereicht
Der finnische Netzwerkausrüster Nokia konnte im Schlussquartal 2018 einen Schlussspurt einlegen. So verbesserte sich der Umsatz um 3% auf rund 6,87 Mrd. EUR. Der operative Gewinn konnte sogar um fast ein Drittel auf 552 Mio. EUR verbessert werden. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 170 Basispunkte auf 8%. Allerdings reichte das nicht aus, um im Gesamtjahr ebenfalls eine Gewinnsteigerung auszuweisen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Im gesamten Geschäftsjahr 2018 ging der Umsatz um 3% auf 42,56 Mrd. EUR zurück. Operativ verbuchte das Unternehmen ein kleines Minus von 59 Mio. EUR nach einem schmalen Gewinn von 16 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die operative Marge im Gesamtjahr fiel mit -0,3% ebenfalls noch sehr schwach aus. Netto verbuchte Nokia einen Verlust von 549 Mio. EUR, was allerdings rund zwei Drittel weniger war als im Jahr zuvor.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29224″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Was den Börsianern überhaupt nicht gefiel, war der doch sehr vorsichtige Ausblick auf das neue Geschäftsjahr. Zwar stellt Nokia für dieses und für kommendes Jahr deutliche Verbesserungen in Aussicht. Dies vor allem wegen weiterer starker Investitionen von Mobilfunknetzbetreibern in 4G- und dann auch 5G-Strukturen. Allerdings mit einer Einschränkung. Denn mit einem Aufschwung bei den Auftragsvergaben rechnet Nokia erst in der zweiten Jahreshälfte.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Hinsichtlich der wahrgenommenen Dynamik insbesondere beim Thema 5G scheint Nokia derzeit hinter Ericsson hinterher zu hinken. Deswegen ist Ericsson auch in diesem speziellen Fall unsere erste Wahl. Aber auch die Nokia-Anleihen konnten zuletzt deutlich zugewinnen, wenngleich die letzten Tage eher von einer Konsolidierung geprägt waren. Für die empfohlenen Anleihen gilt hier eine Halten-Empfehlung.[/vc_column_text][vc_single_image image=“29228″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
