[vc_row][vc_column][vc_column_text]Im Sinne der vorhergehenden Markterwartungen war die gestrige Sitzung der US-Notenbank fast schon ein Non-Event. Denn die beschlossene Zinserhöhung um weitere 25 Basispunkte war von der Fed im Vorfeld verbal so intensiv wie selten vorher vorbereitet worden. Alles andere als der nächste Zinsschritt wäre die wirkliche Überraschung gewesen.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch die erneut formulierten Zinsprojektionen für dieses Jahr folgten dem bislang skizzierten Szenario. So stellt Fed-Chefin Janet Yellen für dieses Jahr zwei weitere Erhöhungen in Aussicht. Was angesichts des konjunkturellen Umfeldes mehr als nachvollziehbar ist. Denn der Arbeitsmarkt signalisiert mit einer zuletzt gemeldeten Arbeitslosenquote von 4,7% nicht nur faktische Vollbeschäftigung, sondern auch erste Anzeichen einer Überhitzung. Hinzu kommt, dass inzwischen auch Zweitrundeneffekte sichtbar werden, sprich die Stundenlöhne zulegen. Daraus lassen sich entsprechende Erwartungen für die Inflationsentwicklung ableiten. Und als dritter Aspekt bleibt natürlich die weiterhin robuste wirtschaftliche Dynamik.[/vc_column_text][vc_column_text]Das alles gibt der US-Notenbank nicht nur die Gelegenheit, sondern auch die Notwendigkeit, sich weiterhin einen größeren Spielraum bei den Zinsen zu verschaffen. Was auch notwendig sein dürfte, da auch die Fed noch mit großen Ungewissheiten hinsichtlich der weiteren Wirtschaftspolitik der Regierung arbeiten muss.[/vc_column_text][vc_column_text]Nachdem nun das Zins-Thema vorerst beendet sein dürfte, rückt nun ein Thema in den Fokus des Marktes, das möglicherweise noch größere Sprengkraft hat. Denn gestern lief die im November 2015 zwischen dem damaligen US-Präsidenten Obama und dem US-Congress beschlossene Aussetzung des amerikanischen Schulden-Limits aus. Was bedeutet, dass die amerikanische Staatsverschuldung nun wieder maximal 20 Mio. USD betragen darf. Da davon auszugehen ist, dass der tatsächliche Schuldenstand derzeit höher liegt, ist dringend entweder eine Verlängerung der Aussetzung oder eine Erhöhung des Schuldenlimits notwendig.[/vc_column_text][vc_column_text]Doch das dürfte angesichts der aktuellen politischen Verhältnisse auf dem Capitol Hill eine extrem heikle Angelegenheit werden. Denn ohne die Zustimmung der Demokraten oder zumindest Teilen von ihnen ist eine neue Vereinbarung nicht möglich. Ganz abgesehen davon, dass es auch bei den Republikanern entschiedene Gegner eines höheren Schuldenlimits gibt. Hier stellt sich dann die Frage, ob es hier eine durchsetzbare Parteidisziplin gegenüber dem US-Präsidenten gibt oder nicht.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Worst-Case-Szenario dürfte allen noch bekannt sein: Gibt es keine Vereinbarung, droht der so genannte „Government Shutdown“. Sprich: Öffentliche Verwaltungen und Einrichtungen könnten in absehbarer Zeit wieder geschlossen werden, weil schlichtweg in den Kassen der Regierung kein Geld mehr ist. Wir gehen davon aus, dass es am Ende eine Einigung geben wird. Allerdings dürfte diese je nach Ausgestaltung über erhebliche Konsequenzen verfügen.[/vc_column_text][vc_column_text]Denn daran wird auch hängen, in welchem Umfang US-Präsident Donald Trump tatsächlich sein Investitionsprogramm und seine Steuersenkungen durchführen kann. Denn auch ihm werden die Hände gebunden sein, wenn schlichtweg kein Geld da ist bzw. keine Möglichkeiten bestehen, über eine höhere Verschuldung frisches zu besorgen. Und das könnte dann auch zum Knackpunkt für den derzeit noch laufenden Trump-Trade werden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]