[vc_row][vc_column][vc_column_text]Rolle rückwärts bei der Fed. Hatte sich US-Notenbankchef Jerome Powell Ende letzten Jahres noch ziemlich falkenhaft gegeben – auch wenn man die eigenen Zinsprojektionen für dieses Jahr auf zwei Erhöhungen zurücksetzte – so klingt dies zum Beginn des neuen Jahres gänzlich anders. Denn Powell nutzte die Pressekonferenz nach der ersten Notenbank-Sitzung in diesem Jahr dazu, deutlich moderatere Töne anzuschlagen.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Signal dabei war eindeutig: Mit einem stärkeren Fokus auf die derzeitigen Wachstumsrisiken rund um den Erdball wird die US-Notenbank wohl vorerst keine weiteren Zinserhöhungen vornehmen. Bislang hatte der Markt mit einer weiteren Anhebung im März gerechnet, diese sollte nun vom Tisch sein. Folgt man den weiteren Ausführungen, wäre sogar nicht mehr auszuschließen, dass es im kommenden Jahr dann sogar zu einer Zinssenkung kommen könnte.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Das spiegelt sich auch bereits in den Zinsmärkten wieder (Grafik 1). Hierbei haben die Swapraten bereits eingepreist, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr Richtung null läuft, während man für das folgende Jahr eine hohe  Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 25 Basispunkte sieht, insbesondere im September 2020.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29196″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Das beflügelt natürlich auch die derzeitigen Anleihenkurse. Hatten wir vor wenigen Wochen noch das Thema inverse Zinsstruktur auf  dem Plan, gab es hier zuletzt kräftige Erholungsansätze. Dabei lag zwar der Fokus insbesondere auf den kurzen Laufzeiten. So ergaben  sich in den Spreads zwischen zweijährigen und fünfjährigen US-Treasuries kurzzeitig erstmals seit 2006 wieder negative  Spreads. Aber auch bei den anderen Laufzeitvergleichen hatten sich die Spreads ganz stark der Nulllinie angenähert. Das ist  inzwischen vollständig umgekehrt, Was letztlich dem Markt auch zusätzliche Entwarnung bezüglich der Wachstumsprojektionen gibt.  Denn negative Spreads  respektive eine inverse Zinsstrukturkurve gelten bekanntlich als Vorboten einer Rezession.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29188″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Mit der faktischen Kehrtwende der US-Notenbank wird nun deutlich: Die letzte Zinserhöhung war bereits über das Ziel  hinausgeschossen. Damit wiederholte die Fed unter Powell letztlich ähnliche Fehler, wie sie Vorgänger wie Ben Bernanke oder Janet  Yellen ebenfalls machten. Das lässt zwar ein wenig an der Lernfähigkeit zweifeln. Zum jetzigen Zeitpunkt dürfte allerdings wichtiger sein, dass hier ein kräftiger Impuls für eine weitere Markterholung gegeben werden kann.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]