Rolle rückwärts bei der Fed. Hatte sich US-Notenbankchef Jerome Powell Ende letzten Jahres noch ziemlich falkenhaft gegeben – auch wenn man die eigenen Zinsprojektionen für dieses Jahr auf zwei Erhöhungen zurücksetzte – so klingt dies zum Beginn des neuen Jahres gänzlich anders. Denn Powell nutzte die Pressekonferenz nach der ersten Notenbank-Sitzung in diesem Jahr dazu, deutlich moderatere Töne anzuschlagen.

Das Signal dabei war eindeutig: Mit einem stärkeren Fokus auf die derzeitigen Wachstumsrisiken rund um den Erdball wird die US-Notenbank wohl vorerst keine weiteren Zinserhöhungen vornehmen. Bislang hatte der Markt mit einer weiteren Anhebung im März gerechnet, diese sollte nun vom Tisch sein. Folgt man den weiteren Ausführungen, wäre sogar nicht mehr auszuschließen, dass es im kommenden Jahr dann sogar zu einer Zinssenkung kommen könnte.

Das spiegelt sich auch bereits in den Zinsmärkten wieder (Grafik 1). Hierbei haben die Swapraten bereits eingepreist, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr Richtung null läuft, während man für das folgende Jahr eine hohe  Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 25 Basispunkte sieht, insbesondere im September 2020.

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