Nun ist der Ukrainekrieg eine Woche alt. Anfangs war unklar, was genau Putin damit bezwecken wollte – eine komplette Besetzung oder eine Teilannexion. In der anderen Richtung hat der russische Militärstab auch begriffen, dass hier vieles nicht kampflos geht und dass es auch innerhalb der eigenen Reihen genügend Zweifler an der Operation gibt. Das Ziel des Kremls ist es, die Ukraine wieder in seine geopolitische und wirtschaftliche Umlaufbahn zu bringen. Putins Hauptziel ist es, die derzeitige Regierung in Kiew zu stürzen und eine kremlfreundliche Regierung zu installieren.

Seit letztem Donnerstag hat auch der Rest der Welt – allen voran die EU – einen ganzen Köcher voller Sanktionspfeile gen Russland geschossen und es ist kein Ende abzusehen. Viele westliche Unternehmen haben zuerst einmal alle Aktivitäten in ihren Tochtergesellschaften eingestellt, zumal auch wegen der SWIFT-Blockade auch Geldtransfers kaum mehr möglich sind.

Der russische Rubel schmierte am Montag nach den westlichen Sanktionen vom Wochenende um fast 30% ab. Konkret geht es um den Ausschluss einiger russischer Geschäftsbanken aus dem elektronischen SWIFT-System und das Einfrieren der bei ausländischen Institutionen deponierten Devisenreserven der russischen Zentralbank (CBR). Bemerkenswert ist, dass von den 638 Mrd. USD russischer Devisenreserven etwa 400 Mrd. USD bei westlichen Geschäftsbanken oder Institutionen liegen, der größte Teil davon in liquiden Finanztiteln.

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