[vc_row][vc_column][vc_column_text]Bevor wir möglicherweise in einen heißen Herbst an den Märkten eintreten, eine kleine Zwischenbilanz des bisherigen Jahresverlaufs mit interessanten Erkenntnissen. Die bislang ausgeprägteste Schieflage der großen Player für 2017 war deren Prognose eines weiterhin starken US-Dollars. Interessanterweise führte auch jede Risk-Off-Phase in diesen Wochen zu keinem Kursplus der amerikanischen Währung. Das war vor Trump anders.[/vc_column_text][vc_column_text]Der Grund liegt wohl im weiter schwindenden Optimismus, wenn es um den Vollzug der Wahlversprechen vom vergangenen November geht. So schrumpfte die groß angekündigte Steuerreform zwischenzeitlich zu einem Reförmchen zusammen, somit fällt der Turbo für die US-Haushaltseinkommen aus. Das muss aber in Zeiten von Vollbeschäftigung nicht notwendigerweise bedeuten, dass es dort in Sachen Wachstum und Unternehmensgewinne nicht vorwärts geht. Das Weltwirtschaftswachstum für das zweite Quartal insgesamt belief sich auf überraschende 3,7% – höher lag es seit 2010 nicht mehr. Das sollte sich auch im dritten Quartal fortsetzen, wenn man den Frühindikatoren weltweit Glauben schenkt. Dabei:[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Vor allem Aktien und Anleihen aus den Schwellenländern fanden in 2017 regelrecht reißenden Absatz. Zum Jahresende dürften 440 Mrd. USD an Hartwährungsbonds in 2017 emittiert worden sein – der Löwenanteil mit rund 275 Mrd. USD kommt dabei erwartungsgemäß aus Asien. Hier spielen High-Yield-Bonds chinesischer Unternehmen eine entscheidende Rolle. Vorzeitige Kündigungen von Bonds, die aktuell günstiger und vor allem länger refinanziert werden können, entlasten die Zinszahlungen der Unternehmen. Kreditneuaufnahmen dienen weniger für Anlageinvestitionen oder Unternehmenskäufe, sondern mehr der Liquiditätsreserve. Das Risiko von Fehlallokationen im großen Stil besteht also nicht.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“16230″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Währenddessen stößt die seit gestern laufende jährliche Notenbanker-Tagung im amerikanischen Jackson Hole eine neue Diskussion über die weitere Richtung der internationalen Geldpolitik an. Dabei geht es auch um die Frage, ob man die bisher gängigen Inflationsziele anpassen sollte. Sowohl in Europa als auch in Amerika gelten bekanntlich 2% als Zielmarke. Die Befürworter einer Anpassung schlagen eine Erhöhung vor, um den Notenbanken mehr Spielraum geben zu können. Flankiert wird dies mit der Prognose, dass höhere Inflationserwartungen die Realzinsen senken könnten, was als positiv für die Wirtschaft interpretiert würde. Gegner einer Anpassung verweisen darauf, dass höhere Inflationserwartungen insbesondere bei den Verbrauchern für Unsicherheit sorgen könnten, was sich letztlich kontraproduktiv auswirken würde. Außerdem hätten die Notenbanken bislang gezeigt, dass sie auch mit dem derzeitigen Inflationsziel durchaus in der Lage sind, die Zinsen über die Nullzins-Marke hinaus in negatives Terrain zu führen. Mal sehen, welche Erkenntnisse diesbezüglich Jackson Hole letztlich abliefert.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]