Jetzt ist klar, die Zinswende in den USA ist da. Am Mittwochabend erklärte der zuständige Offenmarktausschuss der US-Notenbank, dass man den Leitzins um 25 Basispunkte auf die nun gültige Spanne von 0,25-0,50% erhöht hat. Damit haben die Dollar-Währungshüter eine erste Zinserhöhung seit Dezember 2018 vollzogen und gleichzeitig auch Wort gehalten, nachdem man den Markt in den letzten Monaten entsprechend kommunikativ darauf vorbereitet hatte.

Nun: Ganz so selbstverständlich war dieser Schritt allerdings aus Sicht der letzten Wochen vielleicht nicht. Schließlich sorgt der Ukraine-Krieg derzeit für Unsicherheit an allen Ecken und Enden. Das spiegelt sich letztlich auch in der Einschätzung der Fed wider, dass man wohl vorerst mit einem geringeren Wirtschaftswachstum zu rechnen hat. So hatte man in der aktuellen Konjunkturprognose die Schätzung für das jährliche BIP-Wachstum von zuletzt 4% auf 2,8% zurückgenommen. Aber:

Die US-Notenbank glaubt offenbar, dass die US-Wirtschaft generell widerstandsfähig genug ist, um die derzeitigen Turbulenzen zu überstehen. So konzentriert man sich jetzt erst einmal auf die Inflations-Bekämpfung. Hier hatte der Offenmarktausschuss bei seiner Sitzung auch die Erwartung deutlich angehoben. So wird für dieses Jahr mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 4,3% gerechnet nach den letzten Prognosen in Dezember, die nur bei 2,6% lagen. Auch für 2023 und 2024 wurden die Prognosen nach oben gesetzt, wenngleich nicht ganz so massiv.

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