[vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Die vergangenen Tage waren für den Goldmarkt deutlich kritischer als zuvor gedacht. Der Goldpreis musste einen kräftigen Dämpfer hinnehmen, was mit der abnehmenden Risikoaversion der Anleger im Markt zu tun haben dürfte. Dies als Folge der Erwartung, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China baldigst beigelegt werden könnte. Aber auch steigende Renditen bei US- Staatsanleihen sowie ein stärkerer Dollar sendeten kurzzeitig Störsignale. Die doch etwas harsche Reaktion im Goldpreis dürfte dabei darauf zurückzuführen sein, dass hier mit dem Bereich von 1.300 USD je Feinunze eine psychologisch wichtige Marke erneut unterlaufen wurde. Allerdings gehen wir davon aus, dass kurzfristig bei 1.275 USD eine gute Auffanglinie gebildet werden kann.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“30132″ img_size=“full“][vc_single_image image=“30136″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Interessanter wird die Sache bei der Frage, wie es mit der erhofften Gold-Rallye in den kommenden Monaten weitergehen könnte. Denn dies ist eine Frage nach den fundamentalen Grundlagen. Und da sieht es nach wie vor recht ansprechend aus. Eine der wichtigsten Triebkräfte dabei sind inzwischen wieder die Notenbanken.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Im vergangenen Jahr kauften die Notenbanken netto mehr als 650 Tonnen, so viel wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Besonders aktiv dabei die russische Zentralbank, die im gesamten Jahr über 274 Tonnen kaufte, mehr als 40% der gesamten Netto- Käufe aller Notenbanken und finanziert durch den Rückzug aus US-Staatsanleihen. Dahinter steht die Strategie, sich vom Dollar in den kommenden Jahren komplett abzukoppeln, um damit auch die Auswirkungen der Sanktionspolitik des Westens zu verringern.
[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“30124″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Nach einem solch außergewöhnlichen Jahr wie 2018 dürften die Notenbanken in diesem Jahr zwar etwas kürzertreten (was voraussichtlich aber nicht für Russland gilt). So könnten andere Einflussfaktoren wieder an Gewicht zulegen. Dabei fällt der Blick insbesondere auf die zu erwartenden Zinstendenzen. Denn Zinsen sind der klassische Kontraindikator zum Goldpreis. Doch angesichts einer sich abschwächenden Weltkonjunktur haben zumindest die wichtigsten Notenbanken bereits signalisiert, dass sie nicht mehr an höhere Zinsen denken.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“30140″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die spannende Frage hierbei wird sein, wie sich im Jahresverlauf dazu dann die Inflationsentwicklung verhält. Denn eine markante Inflation ist pro Gold. Rückläufige Teuerungsraten, wie in den vergangenen Monaten in Amerika gesehen, könnten hier durchaus bremsen, da trotz eines Zinsstillstandes die Realzinsen steigen würden.[/vc_column_text][vc_column_text]Zwischenfazit: Nach ersten guten Ansätzen im letzten Jahr wird die diesjährige Goldpreisentwicklung sicherlich kein einfaches Spiel. Das gilt insbesondere auch für die technische Verfassung, die kurz- bis mittelfristige Akteure wie ETFs antreibt. Dabei bleibt der Bereich von 1.375 USD je Feinunze die entscheidende Markierung. Sollte hier der Ausbruch gelingen, könnte ein komplett neuer Zyklus entstehen. In der Vergangenheit trugen ähnliche Konstellationen dazu bei, dass in den folgenden 5-7 Jahren steigende Notierungen zu verzeichnen waren. Wobei rein prozentual die Performancesteigerung der Goldminen-Betreiber überproportional ausfiel.[/vc_column_text][vc_column_text]Goldminen im Fusionsfieber[/vc_column_text][vc_column_text]Auf Seiten der Goldminen-Gesellschaften waren die letzten Jahre angesichts eines rückläufigen bis maximal stabilisierten Goldpreises davon geprägt, sich einerseits durch den Abbau von Finanzschulden wieder höhere Flexibilität zu erarbeiten, andererseits die Produktionskosten zu senken. Letzteres ist bislang nur bedingt gelungen. Wobei man natürlich sehen muss, dass neue Projekte bei den so genannten Senior Producern die Gesamtstatistik nach oben hin verzerren. Dennoch:[/vc_column_text][vc_column_text]Wie wir schon in Ausgabe 04/19 schrieben, halten es insbesondere die großen Minengesellschaften inzwischen für weniger sinnvoll, sich in neue und unsichere Projekte zu stürzen, sondern ihre Goldreserven durch Übernahmen aufzubauen. Ziel solcher Akquisitionen sind in der Regel Junior-Produzenten. Doch seit Ende letzten Jahres machten vor allem auch Deals in der Spitzengruppe von sich reden. Wir hatten bereits über den Kauf von Randgold durch den bis dato größten Goldproduzenten Barrick Gold berichtet. Anfang des Jahres kam noch Newmont Mining hinzu, die für rund 12 Mrd. USD Goldcorp übernehmen wollen.[/vc_column_text][vc_column_text]Doch jetzt wird es ganz verrückt. Denn vor kurzem kündigte Barrick Gold an, den Konkurrenten Newmont Mining übernehmen zu wollen. Dies für immerhin 18 Mrd. USD mit der Intention, damit die Übernahme von Goldcorp zu verhindern. Newmont Mining hat inzwischen diese Offerte abgelehnt. Nicht überraschend, denn gefühlt alle zehn Jahre reden die beiden Firmen über eine Fusion. Dennoch sieht man Potenzial für eine engere Kooperation. So liegt derzeit das Angebot auf dem Tisch, mit Barrick ein Joint Venture zu gründen, bei dem die Kanadier sogar die Mehrheit hätten. Dabei geht es um Goldvorkommen in Nevada, der größten goldproduzierenden Region in den USA. Also: Raum für weitere Konsolidierungen, wenn auch nur auf Projektebene, ist vorhanden.[/vc_column_text][vc_column_text]Dabei geht es nicht nur um die Erschließung neuer Goldreserven, sondern letztlich auch um weitere Synergie-Effekte bei den Produktionskosten. Wir haben einmal zusammengestellt, wie im vergangenen Jahr die wichtigsten Goldminen hierbei abschnitten. Nur die südafrikanische AngloGold Ashanti sowie Newmont Mining und die russische Polyus Gold konnten hierbei ihre Produktionskosten weiter senken. Polyus Gold ist in diesem Zusammenhang nach wie vor der billigste Produzent.[/vc_column_text][vc_single_image image=“30140″ img_size=“full“][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Sowohl AngloGold als auch Newmont und Polyus haben wir bereits auf der Anleihenseite empfohlen. Das wird unter diesen Voraussetzungen natürlich bestätigt. Aber es wäre sicherlich auch interessant, hier auf der Aktienseite aktiv zu werden.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30144″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Bei Polyus geht es dabei um die in London notierten GDR, die auch in Deutschland gelistet sind. Nach einer kräftigen Rallye von November bis Anfang Februar in die Nähe des bestehenden 5-Jahres- Hochs musste die Aktie zuletzt zwar etwas korrigieren, bietet dadurch allerdings ein interessantes Einstiegsniveau.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Kräftigere Kurseinbußen musste zuletzt auch AngloGold Ashanti hinnehmen, nachdem man bei 222,87 Rand ein neues 12-Monats- Hoch markieren konnte. Bei AngloGold besteht im besonderen Maße eine Fusionsspekulation mit dem ebenfalls in Südafrika beheimateten Produzenten Gold Fields.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30148″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Zwar dementierte Gold Fields dies zuletzt, aber ausschließen würden wir dies weiterhin nicht. AngloGold selbst macht offensichtlich Anstalten, sich aus dem südafrikanischen Markt zunehmend zurückzuziehen, was wir angesichts der unsicheren politischen Lage für vernünftig halten. Eine spekulative Beimischung dieses Wertes wäre vertretbar.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Geht bei Newmont Mining die Fusion mit Goldcorp wie geplant über die Bühne, könnte auch die Aktie, die zuletzt unter ihrem langfristigen Potenzial blieb, wieder an Momentum gewinnen. Das gilt insbesondere im Direktvergleich mit dem bisherigen Marktführer Barrick Gold, der sich dann zukünftig auf Platz 2 in der Weltrangliste wiederfinden würde.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“30152″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]In den vergangenen Jahren konnte Newmont Barrick Gold deutlich am Markt outperformen. Erst seit einem halben Jahr sieht das anders aus. Wir würden darauf setzen, dass Newmont dies wieder aufholen kann und sehen die Aktie ebenfalls als Kauf.
P. S.: Soweit nicht gesondert genannt, bleiben unsere bisherigen Anleihen-Empfehlungen für die anderen Emittenten bestehen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“30156″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
