Die vergangenen Tage waren für den Goldmarkt deutlich kritischer als zuvor gedacht. Der Goldpreis musste einen kräftigen Dämpfer hinnehmen, was mit der abnehmenden Risikoaversion der Anleger im Markt zu tun haben dürfte. Dies als Folge der Erwartung, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China baldigst beigelegt werden könnte. Aber auch steigende Renditen bei US- Staatsanleihen sowie ein stärkerer Dollar sendeten kurzzeitig Störsignale. Die doch etwas harsche Reaktion im Goldpreis dürfte dabei darauf zurückzuführen sein, dass hier mit dem Bereich von 1.300 USD je Feinunze eine psychologisch wichtige Marke erneut unterlaufen  wurde. Allerdings gehen wir davon aus, dass kurzfristig bei 1.275 USD eine gute Auffanglinie gebildet werden kann.

Interessanter wird die Sache bei der Frage, wie es mit der erhofften Gold-Rallye in den kommenden Monaten weitergehen könnte. Denn dies ist eine Frage nach den fundamentalen Grundlagen. Und da sieht es nach wie vor recht ansprechend aus. Eine der wichtigsten Triebkräfte dabei  sind inzwischen wieder die Notenbanken.

Im vergangenen Jahr kauften die Notenbanken netto mehr als 650 Tonnen, so viel wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Besonders aktiv dabei  die russische Zentralbank, die im gesamten Jahr über 274 Tonnen kaufte, mehr als 40% der gesamten Netto- Käufe aller Notenbanken und  finanziert durch den Rückzug aus US-Staatsanleihen. Dahinter steht die Strategie, sich vom Dollar in den kommenden Jahren komplett  abzukoppeln, um damit auch die Auswirkungen der Sanktionspolitik des Westens zu verringern.

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