Europa bleibt mit Blick nach Osten im Ausnahmezustand und will andererseits sein Glück mit der Brechstange erreichen. Das ist mal so ganz salopp zusammengefasst das, was wir in den vergangenen Tagen aus Brüssel und speziell von der EU-Kommission zu hören bekommen haben. Dabei stechen zwei Themen bzw. Aspekte besonders hervor.

Einerseits hat die EU-Kommission ihre Konjunkturprognose kräftig zurückgestutzt. Ganz überraschend kam das natürlich nicht. Allerdings ist schon etwas überraschender, dass man hier getreu dem Motto „pfeifen im dichten Wald“ wohl bewusst einige vorhandene Risiken nicht gänzlich einpreisen will. Es könnte wohl den Leser bzw. Zuhörer verunsichern. Konkret:

Die Prognose für das Wirtschaftswachstum wurde für dieses Jahr von zuvor 4% auf nur noch 2,7% zurückgestutzt. Für 2023 rechnet man nur noch mit 2,3%. Hier lag die vorherige Schätzung bei 2,7%. Gleichzeitig wird auch die Inflationsprognose wesentlich angepasst. Hatte man im Februar noch von rund 3,5% für dieses Jahr gesprochen, liegt die Prognose jetzt bei 6,1%, die im nächsten Jahr allerdings dann auf wieder 2,7% fallen soll.

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