Es ist sozusagen die Woche der Notenbanken. Sowohl die amerikanischen Währungshüter als auch die Europäische Zentralbank haben in dieser Woche entscheidende Sitzungen und Kehrtwenden vollzogen. Wobei trotz einer ähnlichen Grundrichtung wieder einmal die unterschiedlichen Ansätze deutlich wurden.

Denn während die US-Notenbank letztlich nicht nur das Tempo strafft, die bisherigen Anleihenkäufe zurückzuführen, sondern den Markt auch auf erste Zinserhöhungen im kommenden Jahr einstimmt, kann davon vorläufig bei der EZB keine Rede sein. Insofern kann man hier sicherlich so ein bisschen das Bild nachzeichnen, dass die US-Fed versucht, vor die Welle zu kommen, während die EZB nach wie vor den Entwicklungen mehr hinterher hechelt. Wobei man hier sicherlich auch mit kritischem Blick anmerken muss, dass das vielleicht auch gar nicht anders gewollt ist.

Zu den in Beschlüssen der Fed gleich mehr auf der folgenden Seite. Hier geht es jetzt fokussiert um die EZB, die angekündigt hat, das Corona-Notprogramm namens PEPP im März 2022 auslaufen zu lassen. Allerdings ist das eine im Detail eher halbherzige Entscheidung. Denn auch, wenn man ab dann keine zusätzlichen Käufe mehr tätigen will, sollen weiterhin Gelder aus fällig gewordenen Wertpapieren neu angelegt werden. Also soll unter dem Strich der Bestand an entsprechenden Anleihen bis Ende 2024 konstant bleiben.

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