[vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie das aktuell veröffentlichte Protokoll der letzten Fed-Sitzung zeigt, nehmen die Diskussionen in der US-Notenbank über den Abbau der Bilanz zu. Wobei bislang eigentlich nur eins feststeht: Über das wie und wann sind sich die Notenbanker noch uneins. Was auch nicht wundert. Denn ein entsprechender Beschluss zum Bilanzabbau wäre gleichbedeutend mit der Eröffnung einer „zweiten Front“ bei der Straffung der Geldpolitik, wie sie bereits jetzt durch die Zinserhöhungen stattfindet.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Problem für die Notenbanker: Grundsätzlich könnte der Markt zwar mit beiden Varianten der Geldstraffung leben. Dies aber wohl nur, wenn unter dem Strich die Auswirkungen eben nicht verdoppelt werden, sondern sich aus der Kombination beider Instrumente ein Tempo ergibt, das den bisherigen Projektionen entspricht.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=”1/2″][vc_column_text]Unter dieser Prämisse könnte es durchaus sein, dass die Fed schneller als bislang prognostiziert ihren aktuellen Zinszyklus beendet bzw. stark zurücknimmt, um im Gegenzug dem Abbau der Bilanz mehr Raum zu geben. Denn auch bei diesem Aspekt gibt es ein gewisses Zeitfenster, da in den nächsten 3-4 Jahren eine deutliche Häufung der Fälligkeiten im Bestand der Fed besteht. Will die US-Notenbank hier tatsächlich deutlich Luft aus der Bilanz lassen, wäre dies die entsprechende Gelegenheit.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”16699″ img_size=”full”][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=”1/2″][vc_column_text]Vor einer wichtigen Richtungsentscheidung, wenngleich auch etwas anders gelagert, steht auch die Europäische Zentralbank. Ihr derzeitiger Präsident Mario Draghi sorgte zuletzt für einigen Wirbel, nachdem er in einer Rede de facto den Einstieg in ein so genanntes Tapering, also der zunehmenden Reduzierung von Anleihenkäufen durch die Zentralbank, signalisierte. Natürlich fiel das Wort „Tapering“ direkt nicht. Doch der Hinweis, dass die Eurozone in einer anhaltend guten Konjunkturlage ist und andererseits die weiterhin schwache Inflation nur als „temporär“ angesehen würde, lassen hier kaum anderen Interpretationsspielraum.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”16700″ img_size=”full”][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die jüngsten Inflationsdaten spielen dabei dieser Interpretation in die Hände. Insbesondere das zunehmende Momentum in der von volatilen Bestandteilen bereinigten Kernrate hat hier Signalwirkung. Zumal auch von anderer Seite Entscheidungsdruck kommt. Denn mittelfristig stößt die EZB bei ihren Anleihenkäufen auf ihre selbst gesteckten Eingrenzungen (maximal 33% einer Emission). Nach Berechnung von Pimco wäre dies beispielsweise bereits im März 2018 für Deutschland erreicht. So könnte es durchaus sein, dass die EZB bereits vorab stärker auf die Liquiditätsbremse tritt als dies bislang kommuniziert wird.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]