Die Zusicherung der großen Erdöl-Förderländer, die Ausweitung der Förderquoten trotz des Preisdrucks nicht zu beschleunigen, ließ den Ölpreis auf ein Drei-Jahres-Hoch klettern. Die Sorte Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich auf 83 USD bzw. 79 USD je Barrel, bevor die Preise am Donnerstag wieder um 5% nachgaben. Angesichts der um mehr als 50% gestiegenen Ölpreise in diesem Jahr wuchs zuletzt der Druck auf das Förderkartell, die Ölhähne weiter aufzudrehen. Die Bewegung in den Ölpreisen nach oben ist historisch mit über vier Standardabweichungen ein außergewöhnlicherer Effekt, der eigentlich nach einer Gegenbewegung geradezu schreit.

Die Tabelle zeigt, dass sich ein Angebotsdefizit bis ins erste Quartal 2022 ausweiten wird. Käme noch ein kalter Winter hinzu, wäre ein weiter steigender Preis nur durch mehr Angebot zu verhindern. Es gibt also nach wie vor keinen Grund, sich von Ölaktien zu trennen. Im Gegenteil.

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