Die amerikanische Notenbank Fed hat sich entschieden: Auf ihrem Programm steht jetzt vorrangig die Bekämpfung der galoppierenden Inflation, weshalb man nun auch letztlich eine Rezession in den USA vorerst in Kauf nehmen dürfte.

In Amerika hatte sich zuletzt die Inflationsrate auf 9,1% erhöht und damit auf den höchsten Stand seit mindestens 40 Jahren. Die Fed antwortete darauf bereits im Juni mit einer Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte. Nun sattelte man nochmals 25 Basispunkte drauf, womit die Notenbank nun seit ihrer Zinswende im März die Leitzinsen insgesamt um 2,25 Prozentpunkte angehoben hat. Zum Vergleich: Die EZB war gerade erst in ihre eigene Zinswende mit einer Erhöhung um 50 Basispunkte eingestiegen.

Wobei die Fed nach ihrer Entscheidung sogar signalisierte, dass man bereit wäre, einen noch größeren Zinsschritt zu machen, wenn man dies für angemessen hält. Hier kommt es also eindeutig darauf an, wie sich in den nächsten Wochen die Inflationszahlen entwickeln. Wobei der Arbeitsmarkt wohl auch ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat. Denn trotz der sichtbaren Abkühlungstendenzen in der Wirtschaft bleibt die amerikanische Arbeitslosenquote immer noch auf einem Rekordtief bei zuletzt 3,6% im Juni. Für den Juli (Zahlen werden am 5. Mai veröffentlicht) wird eine ähnliche Rate erwartet.

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