[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die jüngsten Inflationsdaten aus Deutschland heizen die derzeitige Debatte um die weitere EZB-Politik an. Zwar handelt es sich hierbei vorerst nur um einen einzelnen Markt, doch Deutschland als größte Volkswirtschaft ist nicht nur makroökonomischer Motor der Eurozone, sondern letztlich durch seine Gewichtung ein Frühindikator, den die Währungshüter nicht übersehen können.[/vc_column_text][vc_column_text]Damit dürfte für die kommende Woche genügend Spannung erzeugt werden. Denn dann trifft sich der EZB-Rat zur ersten Sitzung nach der Sommerpause. Faktisch jeder Beobachter geht davon aus, dass sich die Währungshüter bereits dann mit den weiteren Perspektiven der ultralockeren Geldpolitik, insbesondere den Anleihenkäufen, auseinandersetzen werden. Zwar hat die EZB bislang eher schwammig kundgetan, dass man hier eine Entscheidung „im Herbst“ treffen möchte, was natürlich auch spätere Sitzungen mit einschließt. Doch komplett wegducken dürfte man sich wohl kaum können.[/vc_column_text][vc_column_text]Währenddessen übernehmen auf der anderen Seite des Atlantik neue Themen die Agenda. Nachdem Fed-Chefin Janet Yellen auf der Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole letzte Woche keine neuen Kommentare zur weiteren Zinspolitik der amerikanischen Notenbank abgegeben hatte, fokussiert sich der Markt derzeit auf ein anderes Thema, was zuletzt etwas in den Hintergrund gedrängt worden war. Es geht um die Grenze der Verschuldung der öffentlichen Haushalte.[/vc_column_text][vc_column_text]Nachdem vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama 2015 eine Aussetzung der Schuldenobergrenze (aktuell bei knapp unter 20 Bio. USD) durchgesetzt werden konnte, ist diese seit März dieses Jahres wieder aktiv. Mit allerlei Buchhaltungstricks konnte das amerikanische Finanzministerium bislang ein Reißen der Marke verhindern. Doch hat Finanzminister Steven Mnuchin bereits angekündigt, dass der Congress bis spätestens Ende September dringend eine weitere Erhöhung beschließen müsste, um die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.[/vc_column_text][vc_column_text]Ob das tatsächlich gemacht wird, bleibt bislang unklar, da die nötigen Mehrheitsverhältnisse nicht gegeben sind. Präsident Trump benötigt für eine Anhebung der Schuldenobergrenze auch etliche Stimmen der Demokraten. Doch da gibt es nicht wenige, die dem Präsidenten gerne eine Grenze aufzeigen würden. Allerdings wissen auch viele, dass dies schnell zum politischen Bumerang werden könnte.[/vc_column_text][vc_column_text]Natürlich klingt so etwas sehr dramatisch. Allerdings sollten Anleger hier die sprichwörtliche Kirche im Dorf lassen, da die USA bereits mehrmals an ihre Schuldenobergrenze gestoßen waren. In der Vergangenheit musste der US-Congress rund 100 mal die Schuldengrenze anheben, um die formelle Pleite zu verhindern. Und bei den seltenen Malen, wo es dann tatsächlich zum so genannten Government Shutdown kam, waren hauptsächlich öffentliche Angestellte bzw. Einrichtungen die Leidtragenden. Einen Zins- oder Tilgungsausfall von USStaatsanleihen gab es dagegen nie.[/vc_column_text][vc_column_text]Damit erklärt sich auch, warum die US-Treasuries derzeit so eine starke Vorstellung abliefern und aktuell die tiefsten Rendite-Niveaus in diesem Jahr aufweisen. Denn zum einen sorgen die Spannungen mit Nordkorea für eine anhaltende Flucht in den vermeintlich sicheren Hafen US-Staatsanleihen. Zum anderen dürften hier auch Überlegungen eine Rolle spielen, dass das Finanzministerium im Vorfeld der Obergrenzen-Problematik seine Emissionstätigkeit einschränkt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Fazit: Die Empfehlungen im Markt speziell zu US-Treasuries sind relativ eindeutig – trotz der überkauften Situation führen sie viele Analysten weiterhin als Kaufempfehlung. Sollten die Risiken in und um Nordkorea weiter zulegen, dürften nicht nur die amerikanischen Staatsanleihen, sondern auch andere Staatsanleihen, insbesondere aus Deutschland und der Schweiz, weitere Nachfrage generieren. Was letztlich auch für die Währungen gilt.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“16170″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Abzuwarten wäre hier, wie sich dies auf andere Anleihensegmente, insbesondere Unternehmensanleihen auswirkt. Hier würden wir damit rechnen, dass sich der Investmentgrade-Bereich gegenüber den spekulativeren Ratings profilieren kann. Da dies in der Hauptsache aber geopolitisch bestimmt wäre, könnten sich im weiteren Zeitablauf aber neue Kaufgelegenheiten im Non-Investmentgrade-Bereich ergeben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
Debatte um die weitere EZB-Politik
Von © ICM Concept GmbH|2017-12-21T16:56:19+01:0031.08.2017|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Debatte um die weitere EZB-Politik
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