Da hat wohl jemand zumindest bislang alles richtig gemacht: Die Ankündigung der US-Notenbank Fed, jetzt im November mit der Reduzierung ihrer Anleihenkäufe von derzeit 120 Mrd. USD pro Monat zu beginnen, wurde vom Markt geradezu mit Beifall und weiter steigenden Kursen quittiert.

Das mag zum einen daran gelegen haben, dass Fed-Chef Jérome Powell bereits seit Ende August die Börse auf einen Einstieg in das Tapering kommunikativ vorbereitet hatte. Zum anderen werden die aktuell angekündigten monatlichen Reduzierungen um 15 Mrd. USD als moderat gesehen. Auch unter dem Aspekt, dass die Fed schon angekündigt hat, im Dezember einen weiteren Reduzierungsschritt vornehmen zu wollen

Letztlich scheint der Fahrplan klar: Bis Ende Juni nächsten Jahres will man wohl die Anleihenkäufe auf null zurückfahren. Was jetzt schon wieder die Spekulation anheizt, wie es dann im nächsten Schritt mit den Zinsen weitergeht. Hier haben sich die Erwartungen im Markt in den letzten Monaten deutlich verändert. Wurde bislang erwartet, dass die Fed Funds Rate, also die Leitzinsen, erst in einem Jahr oder darüber hinaus anfangen werden, zu steigen, haben sich die Erwartungen für die Zinsen inzwischen weit nach vorne verlagert. Jetzt wird eher mit einem Einstieg in die Zinswende im zweiten Halbjahr 2022 gerechnet.

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