[vc_row][vc_column][vc_column_text]Viele sind nun völlig erstaunt: Trotz der Perspektive auf steigende Zinsen in den USA will der Dollar nicht mehr steigen. Wir lagen also in der vergangenen Ausgabe mit der Empfehlung eines Calls auf den Euro bis jetzt völlig richtig. Der Grund könnte in der geplanten Steuerreform liegen, die in ihrer Struktur „Corporate America“ komplett umkrempeln dürfte – mit allen Vor- und Nachteilen.[/vc_column_text][vc_column_text]Konkret: Die Republikaner treiben in Anbetracht der veränderten politischen Gemengelage nun eine radikale Steuerreform voran, deren zentrales Element der Ersatz der bestehenden Unternehmensbesteuerung durch eine territorial definierte Cashflow-Besteuerung sein soll. Was kompliziert klingt, ist es leider auch.[/vc_column_text][vc_column_text]Die Eckpunkte beinhalten eine Senkung des Steuersatzes von derzeit 35% auf 20%. Gleichzeitig dürfen Anlageinvestitionen sofort statt über Jahre hinweg abgeschrieben werden. Demgegenüber sind Sollzinsen für Unternehmen nicht mehr abzugsfähig. Steuern würden nur noch auf die Wertschöpfung von Gütern erhoben, die in den USA verbraucht werden würden. Da aber nicht alle Güter in den USA produziert werden – man denke auch an Vorprodukte -, die dort konsumiert werden, kommt es zu zollähnlichen Aufschlägen bei Importen. Im Gegensatz bringt es Abschläge bei Exporten mit sich.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Ähnliche Konzepte werden weltweit mit indirekt wirkenden Umsatzsteuern umgesetzt. Die direkte Verknüpfung mit Ertragssteuern ist allerdings neu und hängt stark von der Dimension der Im- und Exporte ab. Unter den Anlegern herrscht jedenfalls
ziemliche Konfusion, wenn es um die Effekte und die Wahrscheinlichkeit der unveränderten Umsetzung dieser geplanten Steuerreform geht. Über eine temporäre Verbesserung des Leistungsbilanzdefizits ließe sich auf eine weitere Aufwertung des Dollars schließen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“19878″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Die lockere Fiskalpolitik dürfte auch zu steigenden Anleiherenditen führen und die Fed bereits frühzeitig auf den Plan rufen. Doch ein Faktor überwiegt: Für den amerikanischen Konsumenten dürfte vieles teurer werden. Und das fördert die Konjunktur gerade eben nicht. Bleiben Sie erst einmal Euro long und sichern Ihre Dollars ab. Um dennoch erfolgreich zu sein, muss Trump den Export auch über eine schwächere Währung anstoßen.[/vc_column_text][vc_column_text]Markt-Volatilität dürfte in den Treasuries steigen[/vc_column_text][vc_column_text]Die wöchentlichen CoT-Daten (Comitmment of Traders*) deuten darauf hin, dass die „Short“ positionierten Hedgefonds-Manager ihre „Short“-Positionen ebenso reduzieren wie die „Long“ positionierten Asset-Manager (Vermögensverwalter) ihre „Long“-Positionen, da im Zuge der „neuen“ Trump Politik die Verunsicherung an den Märkten weiter wächst. Das hat auch Einfluss auf die Volatilität. Bei den zehnjährigen Treasuries-Kontrakten verringerte sich die Anzahl der spekulativen Short-Positionen im Vergleich zu den „All-Time-Höchstständen“ in der Vorwoche.[/vc_column_text][vc_column_text]Technische Situation:[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Sowohl in den Daily- als auch Weekly-Charts hat sich im jüngsten Tief eine Unterstützungslinie bei 123,00 ausgebildet, aus der heraus der Markt seitdem einen steigenden Trend ausbildet. Die Euphorie in den Aktienindizes in dieser Woche
mit einem Anstieg im Dow Jones Industrials auf das psychologische Niveau von 20.000 Punkten (Kassakurs) könnte die Investoren dazu bewegen, weiter Gelder aus den Rentenmärkten in die Aktienmärkte umzuschichten. Damit käme die gezeigte Unterstützung (violette Linie) in Gefahr. Hier bleibt abzuwarten was kurzfristig überwiegt: Die Verunsicherung über die politische Agenda Donald Trumps oder die Euphorie über das neue Allzeit-Hoch im Dow Jones.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“19882″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row]