Die monatliche Entwicklung der US-Inflationsrate wird zum Schlüsselereignis. Die heutigen USInflationsdaten sind ein potenzieller Wendepunkt für Aktien- und Anleihemärkte, die verzweifelt auf gute Nachrichten warten.

Common Sense ist, dass die robusten US-Arbeitsmärkte die Fed zu weiteren aggressiven Zinserhöhungen zwingen. Die nach wie vor hohe Inflation und die zunehmende Einsicht, dass der angespannte Arbeitsmarkt über ein Bremsen der Konsumnachfrage und daraus folgende mehr Entlassungen gelockert werden solle, dürften die Zentralbanken zu weiteren sogar überproportionalen Zinsschritten veranlassen. Das hieße jeweils 75 Basispunkte von der Fed, der EZB und der BoE binnen der kommenden Wochen. Bestünde mit einer Entspannung an der Inflationsfront Potenzial für eine Änderung dieser Sichtweise? Wir glauben ja.

Angesichts der extrem hohen Risikoaversion, die derzeit vorherrscht, kann die Inflationszahl eigentlich gar nicht niedrig genug sein. Dem Median-Wert einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen zufolge hat sich der Preisanstieg von noch 8,3% im August im September weiter auf 8,1% verringert. Für Anleger wäre die Erfüllung dieser Erwartung das absolute Minimum, um als eine „beruhigende Nachricht“ angesehen zu werden. Wäre sie um weitere 20 bis 30 Basispunkte niedriger, könnten Aktien wie Anleihen davon einen richtigen Auftrieb erhalten.

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