[vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Die Brexit-Entspannung ist gut für europäische Aktienmärkte. Das britische Unterhaus billigte gestern den von Premierministern May  vorgeschlagenen Drei-Stufen-Plan. Lehnen die Parlamentarier ihren ausgehandelten Brexit-Deal ab, wird darüber abgestimmt, ob das Königreich die EU ohne Abkommen verlassen soll. Sollte diese Abstimmung eine Absage an einen No-Deal-Brexit – dem verheerendsten  Szenario – ergeben, wird May eine Verlängerung der Austrittsfrist beantragen. Klar, dass „aufgeschoben“ nicht „aufgehoben“ heißt. Aber der  Stimmungswandel in Sachen Brexit scheint in der Öffentlichkeit bereits vollzogen zu werden.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“29958″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Das hat als Erster die oppositionelle Labour-Partei begriffen. Parteichef Jeremy Corbyn stellt sich hinter die Forderung nach einem zweiten Brexit-Referendum. Das wäre vor wenigen Wochen noch ein absolutes No-Go gewesen.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch von anderer Seite kommt nochmalige Entwarnung. Denn ebenfalls am Mittwoch musste US-Notenbankchef Jerome Powell wieder zur Senatsanhörung. Dabei machte er deutlich, dass die Notenbank noch in diesem Jahr den bisherigen Abbau ihrer Bilanz stoppen wird. Hinweise darauf hatte es schon eine Woche zuvor bei der Vorlage des Sitzungsprotokolls der Fed gegeben. Die nun erfolgte Bestätigung dürfte bei vielen Marktteilnehmern positiv ankommen. Denn letztlich geht es um die Bereitstellung oder den Entzug von Liquidität im Markt.

[/vc_column_text][vc_column_text]Bisheriges Credo der Fed war: Die in der Finanzkrise durch Anleihenkäufe aufgeblähte Bilanz sollte deutlich zurückgeführt werden. Dazu wollte man auch den Anteil der zu reinvestierenden Gelder aus ausgelaufenen Anleihen schrittweise reduzieren. Das hätte letzten Endes wie ein Liquiditätsentzug für die Märkte gewirkt. Mit dem nun absehbaren Stopp des Bilanzabbaus wird gleichzeitig auch die ausgerufene Zinspause untermauert und damit weiterer Druck vom Anleihenmarkt genommen.[/vc_column_text][vc_column_text]In diesem Zusammenhang müssen auch die jüngsten BIP-Zahlen eingeordnet werden. Die erste Schätzung kam diesmal wegen des Shutdowns verspätet, lieferte aber eine handfeste Überraschung. Denn statt allgemein erwarteter 2,4% Wachstum im vierten Quartal wurden es tatsächlich sogar 2,6%. Allerdings bleibt dies ein deutlicher Rückschritt nach den 3,4% im dritten und 4,2% im zweiten Quartal. Insofern bleibt die Strategie der Fed nach wie vor sinnvoll und nachvollziehbar.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]