Die Brexit-Entspannung ist gut für europäische Aktienmärkte. Das britische Unterhaus billigte gestern den von Premierministern May  vorgeschlagenen Drei-Stufen-Plan. Lehnen die Parlamentarier ihren ausgehandelten Brexit-Deal ab, wird darüber abgestimmt, ob das Königreich die EU ohne Abkommen verlassen soll. Sollte diese Abstimmung eine Absage an einen No-Deal-Brexit – dem verheerendsten  Szenario – ergeben, wird May eine Verlängerung der Austrittsfrist beantragen. Klar, dass „aufgeschoben“ nicht „aufgehoben“ heißt. Aber der  Stimmungswandel in Sachen Brexit scheint in der Öffentlichkeit bereits vollzogen zu werden.

Das hat als Erster die oppositionelle Labour-Partei begriffen. Parteichef Jeremy Corbyn stellt sich hinter die Forderung nach einem zweiten Brexit-Referendum. Das wäre vor wenigen Wochen noch ein absolutes No-Go gewesen.

Auch von anderer Seite kommt nochmalige Entwarnung. Denn ebenfalls am Mittwoch musste US-Notenbankchef Jerome Powell wieder zur Senatsanhörung. Dabei machte er deutlich, dass die Notenbank noch in diesem Jahr den bisherigen Abbau ihrer Bilanz stoppen wird. Hinweise darauf hatte es schon eine Woche zuvor bei der Vorlage des Sitzungsprotokolls der Fed gegeben. Die nun erfolgte Bestätigung dürfte bei vielen Marktteilnehmern positiv ankommen. Denn letztlich geht es um die Bereitstellung oder den Entzug von Liquidität im Markt.

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