2019 wird für den Industriekonzern ThyssenKrupp das Jahr der Entscheidung. Bekanntlich will sich das Unternehmen aufspalten. Dieses Thema war im vergangenen Jahr heiß umkämpft und diskutiert. Nun ist soweit alles geklärt und der im letzten Jahr neu installierte  Konzernchef Guido Kerkhoff ist damit beschäftigt, die Pläne umzusetzen. Dabei geht es nicht nur um die operative Gestaltung der Aufspaltung, welche die zukünftigen beiden Schwester- Unternehmen flexibler und profitabler machen sollen. Ein wichtiges Thema dabei ist aber auch,  endlich wieder bei den Investoren zu punkten.

Was schon jetzt absehbar ist: Im laufenden Geschäftsjahr (per 30. September) wird das Aufspaltungsprojekt noch erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringen. Es ist anzunehmen, dass ThyssenKrupp hier versuchen wird, so viel wie möglich auf die alte Struktur zu schreiben, um die neuen Firmen unbelasteter ins Rennen zu schicken. Um dies zu finanzieren, wird man auch wieder am Anleihenmarkt aktiv.

So wurde vor wenigen Tagen eine neue Euro-Anleihe emittiert. Diese wird mit einem Kupon von 2,875% verzinst und läuft bis 2024 mit der  Möglichkeit, ab November 2023 zum Nennwert emittentenseitig gekündigt zu werden. Die Anleihe selbst hat in den wenigen Handelstagen  bisher eine sehr gute Figur machen können. Das dürfte grundsätzlich noch nicht das letzte Wort gewesen sein.

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