[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nur selten hat der Markt so gespannt auf die Veröffentlichung eines Fed-Sitzungsprotokolls gewartet wie auf das vom März. Die gestrige Veröffentlichung war deshalb besonders interessant, weil nach dem bisherigen Fokus auf weitere Zinserhöhungen nun das Thema Notenbankbilanz aufs Tapet gekommen ist. Denn in den letzten Wochen äußerten sich immer mehr Fed-Gouverneure dazu, dass man angesichts eines robusten konjunkturellen Umfeldes inklusive Vollbeschäftigung auch an das Abschmelzen der Fed-Bilanz gehen müsse.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]In den vergangenen Jahren hatte die US-Notenbank bekanntlich im Rahmen von insgesamt drei Runden „Quantitative Easing“ ihre Bilanz auf ein Rekordvolumen von rund 4,5 Bio. USD aufgebläht. Auf diesem Niveau sitzt man nun schon gut zwei Jahre, ohne dass bislang eine konkretere Ausstiegsstrategie diskutiert wurde. Das soll sich nun in den kommenden Monaten ändern.[/vc_column_text][vc_column_text]Wobei die im gestern veröffentlichten Protokoll sichtbaren Diskussionen zeigen, dass die Notenbank noch keinen wirklichen Plan hat. Das gilt insbesondere für die gehaltenen Papiere selbst. Die Positionen der Fed setzen sich derzeit hauptsächlich aus Treasury-Bonds und hypothekengesicherten Anleihen (MBS) zusammen. Bisherige Praxis war es, auslaufende Anleihen zu rollen. Und auch die Einnahmen aus den gehaltenen Anleihen wurden reinvestiert, was dafür sorgte, dass die Bilanz auf dem aktuellen Niveau verblieb.[/vc_column_text][vc_column_text]Aus den aktuellen Diskussionen in der Fed kann man sicherlich mitnehmen, dass man sich nun im Laufe des Jahres verstärkt um ein Abschmelzen der Bilanz kümmern möchte. Doch weder für die Frage, wie man mit auslaufenden Anleihen umgeht noch für das Thema Reinvestments gibt es derzeit belastbare Einigkeit im Kreis der Notenbanker.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“18004″ img_size=“full“][vc_single_image image=“18003″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Gibt es bei der Frage nach dem „Wie“ derzeit noch viele Unbekannte, gilt dies auch mit Blick auf den Markt erst recht für die Perspektiven, was ein Abschmelzen der Bilanz für den Anleihenmarkt speziell und die Kapitalmärkte generell bedeuten wird. Derzeitiger Stand der Diskussionen: Sowohl etliche Notenbank-Mitglieder als auch Analysten und Investoren gehen davon aus, dass ein substanzielles Abschmelzen der Bilanz mindestens wie eine weitere Zinserhöhung wirken dürfte. Die Frage ist, ob die Fed daraus eine entsprechende Zurückhaltung bei ihrem eigenen Zins-Fahrplan ableiten wird oder ob sie quasi das Risiko eines möglichen schärferen Abbremsens in Kauf nimmt.[/vc_column_text][vc_column_text]Wie aus dem Sitzungsprotokoll zu entnehmen war, wird darüber diskutiert, ob für eine Implementierung eines Bilanz-Abbaus wieder feste Marktindikationen zu Hilfe genommen werden sollen. Die Erfahrungen aus der Zinswende hatten allerdings gezeigt, dass solche festen Größen eher problematisch zu handhaben sind. Insofern gehen wir davon aus, dass bei einem entsprechend robusten konjunkturellen Umfeld die Fed im Herbst erste Versuchsballons starten dürfte, um zu sehen, wie der Markt generell darauf reagiert. Für wahrscheinlich halten wir hier insbesondere den Verzicht auf Reinvestments als erste Stufe.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
Veröffentlichung eines Fed-Sitzungsprotokolls
Von © ICM Concept GmbH|2018-01-24T14:08:03+01:0006.04.2017|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Veröffentlichung eines Fed-Sitzungsprotokolls
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