[vc_row][vc_column][vc_column_text]Zurzeit gibt es keine Woche ohne neue Indexrekorde an der Wall Street. Der Trump´sche Konjunkturoptimismus entkoppelt immer mehr die Bewertung von „Corporate America“ von den Realdaten. Andererseits bleibt die von den Auguren noch zu Jahresanfang erwartete Volatilität denkbar niedrig.[/vc_column_text][vc_column_text]Hier konnten weder Donald Trumps erratischer Führungsstil, noch die anstehenden Wahlen in Euroland etwas beeinflussen. Spielten bislang makroökonomische Daten eine große Rolle, sodass die Aktien untereinander eine hohe Korrelation aufwiesen, geht es in der seit letzten Sommer anhaltenden Hausse wieder viel mehr um die Fundamentaldaten einzelner Gesellschaften.[/vc_column_text][vc_column_text]Das Phänomen findet sich auch, wenn man auf Sektoren und Länder abstellt. Phasen konjunktureller und politischer Unsicherheit führen regelmäßig zu höheren Renditestreuungen unter den Werten, denn nicht alle Unternehmen werden in gleichem Ausmaß von Regulierung oder möglichen Steuerreformen betroffen sein. Gerade eine solche Entwicklung bevorzugt eine aktive Titelauswahl bei Aktien und Unternehmensanleihen gleichermaßen.[/vc_column_text][vc_column_text]Indes: Als Frau Yellen in der vergangenen Woche vor dem US-Kongress ausführte, dass in den nächsten Monaten eine Zinserhöhung angesichts der Vollbeschäftigung und der neuesten Inflationsdaten von 2,5 % im Jahresvergleich angebracht sei, war es um so erstaunlicher, dass die Märkte diese Tatsache einfach übergingen. Offensichtlich misst man Zinserhöhungen weniger Bedeutung zu als den angekündigten Deregulierungen und Steuersenkungen. Konkretes zu Trumps Konjunkturprogramm gibt es allerdings immer noch nicht.[/vc_column_text][vc_column_text]Für die Währungsmärkte sind jedenfalls die Differenzen in den Realrenditen und Produktivitätstrends die entscheidenden Langfristfaktoren. Und unter diesem Aspekt kann man den US-Dollar auch bei 1,05 gegen den Euro als fair bewertet und nicht überteuert einstufen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18823″ img_size=“ful“][vc_column_text]Unter demselben Blickwinkel gilt für den Euro zusätzlich, dass die unterschiedliche Notenbankpolitik von EZB und Fed – die erstgenannte rückte bislang nicht von ihrer „negative interest rate policy“ (NIRP) in Verbindung mit Anleihekaufprogrammen
ab – für entsprechende Tednenzen sorgt.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18831″ img_size=“full“][vc_column_text]Zwischenfazit: Sollte es also zur einen oder anderen Verwerfung kommen, ist leider für den Wechselkurs nach unten noch nicht Schluss.[/vc_column_text][vc_column_text]Gleiches gilt im Kern auch für den japanischen Yen, der nach einem starken Anstieg gegenüber dem US-Dollar noch immer unterbewertet dasteht. Die wiederholten Bemühungen der Bank of Japan, die Inflationserwartungen um jeden Preis nach oben zu ziehen, dürften nicht aktuell abbrechen. Insofern gleichen die Maßnahmen denen der EZB.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18839″ img_size=“full“][vc_column_text]Bis hierhin dürften Sie noch nicht verwundert sein. Doch nun zur vierten großen Währung – dem britischen Pfund. Der Brexit setzte dem ohnehin schwachen Produktivitätswachstum, der rückläufigen Realverzinsung und den langsamer steigenden Immobilienpreisen noch eines obendrauf. Denn nun muss man sich dort mit dem Risiko fallender ausländischer Direktinvestitionen auseinandersetzen, was wiederum zusätzlich auf das lahmende Produktivitätswachstum drückt.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18835″ img_size=“full“][vc_column_text]Was auf den ersten Blick für einen Rückgang im fairen Wert des Pfunds spricht, hat kurzfristig eine entgegengesetzte Perspektive. Solange die Konjunktur derart gut läuft, gibt es hohe Realrenditen. Es hängt nun viel vom Verhandlungsgeschick der Briten in Sachen Brexit ab, ob sich am Ende nicht doch der derzeitige Wechselkurs als Kaufgelegenheit manifestiert.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
