[vc_row][vc_column][vc_column_text]Es wird wohl in diesem Jahr nichts mehr werden aus dem Versprechen „Make America great again“. Trumps Pläne für milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur sowie Steuererleichterungen für US-Firmen stecken ebenso wie die Gesundheitsreform in der Sackgasse. Die versprochene Steuerentlastung für amerikanische Firmen fällt voraussichtlich kleiner aus als angekündigt. In US-Regierungskreisen hieß es, die Verhandlungsführer peilten nicht mehr eine Verringerung des Steuersatzes auf 15% von 35% an. Stattdessen versuchten sie, auf einen Wert am unteren Ende einer Spanne zwischen 20% und 25% zu kommen. „What a mess!“[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=”1/2″][vc_column_text]Seit Anfang des Jahres interessieren nicht mehr die für den US-Dollar sprechenden Zinsdifferenzen. Vielmehr hat sich die Aussicht auf schnelle Zinserhöhungen bei den Fed Funds einerseits und auf Konjunkturprogramme andererseits eingetrübt. Dem Dollar fehlt damit der Antrieb und der globalen Konjunktur dürfte der Cocktail auch nicht schmecken.

Allen voran sind es die Schwellenländer, die hier im Risiko stehen. Auch wenn Chinas zuletzt publiziertes Zahlenwerk solide Wachstumszahlen offenbart, darf man nicht übersehen, dass die Dynamik nachlässt. Es gibt dabei einen einigermaßen zuverlässigen Frühindikator für die weitere Entwicklung der chinesischen Industrieproduktion und der Unternehmensgewinne im produzierenden Gewerbe. Für Letztgenanntes ist es das Wachstum der Geldmenge M1, für die Industrieproduktion die Geldmenge M2. Bei beiden Geldmengenaggregaten zeigt die Tendenz nach unten. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis es wieder zu Mittelabflüssen aus den Schwellenländern kommt.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=”1/2″][vc_single_image image=”16550″ img_size=”full”][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]In dieser Woche schauen die Anleger auch noch nach Frankfurt. Denn am heutigen Donnerstag trifft sich wieder der geldpolitische Rat der EZB. Dabei dürfte es besonders interessant werden zu beobachten, wie sich die EZB angesichts eines sich aufbauenden Dilemmas positioniert. EZB-Vormann Mario Draghi hatte bekanntlich kürzlich versucht, verbal einen ersten Spalt hin zu einem Abschied aus der ultralockeren Geldpolitik zu öffnen, indem er die weiterhin niedrige Inflation in der Euro-Zone unter langfristigen Aspekten relativierte. Aktuell liefern aber erneute Rückgänge bei den Verbraucherpreisen kräftigen Gegenwind. Und auch die Entwicklung im Euro kann den Währungshütern unter dem Aspekt einer absehbaren Wende nicht schmecken. Denn die Stärkung des Euro gegenüber dem Dollar würde hier durch erste Straffungsmaßnahmen noch verstärkt werden und damit wahrscheinlich negative Impulse für die Realwirtschaft liefern. Grundsätzlich rechnen wir für die EZB-Sitzung zwar mit einer Bestätigung des aktuellen Kurses, aber auch mit weiteren Hinweisen auf dessen Endlichkeit.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]