[vc_row][vc_column][vc_column_text]Die neuesten Inflationszahlen aus der Eurozone verdeutlichen erneut das Dilemma, in dem die EZB steckt. Denn trotz eines robusten konjunkturellen Umfeldes und massiver Liquiditätszuflüsse durch das Anleihenkaufprogramm der Zentralbank kommt die Teuerung nicht in Schwung. EZB-Vormann Mario Draghi hatte vor Wochen diesbezüglich bekanntlich versucht, die Bedeutung der niedrigen Inflationsrate für die weitere EZB-Politik zu relativieren. Doch an der Tatsache, dass die Inflation weiterhin deutlich unter den Zielwerten von unter 2% bleibt, lässt sich nicht rütteln.[/vc_column_text][vc_column_text]Interessanterweise scheint es hier erste Ansätze zu geben, den Fokus der Entscheidungsfindung für die weitere Geldpolitik zu verlagern. So könnte demnächst weniger die Teuerungsrate, sondern andere volkswirtschaftliche Indikatoren eine Rolle spielen. Das erinnert ein wenig an die Zinswende in den USA, wo zuerst immer stark auf die Arbeitslosenquote fokussiert wurde, die dann nach Unterschreiten der eigenen Ziele für die Zinsentscheidungen unbrauchbar wurde und faktisch durch andere Indikatoren ersetzt wurde.[/vc_column_text][vc_column_text]Solch ein Schwenk in der Betrachtungsweise muss natürlich gut vorbereitet werden. Bekanntlich hat die EZB bislang auf den Herbst vertröstet. Dann will sie über die weitere Strategie beim Anleihenkaufprogramm diskutieren. Das wäre eine gute Gelegenheit, die eigenen Regeln zu diskutieren. Denn mit dem Anleihenkaufprogramm, das inzwischen die 2-Billionen-Euro-Marke übertroffen hat, läuft die EZB zunehmend Gefahr, die eigenen Beschränkungen zu verletzen. Hält sie an der Inflation als Hauptkriterium fest, müsste sie letztlich die Regeln aufweichen und weiter kaufen.[/vc_column_text][vc_column_text]Da würde sich anbieten, von der Inflation auf andere Konjunkturdaten umzuschwenken. Denn diese liefern jetzt schon genügend Munition für eine Reduzierung des Quantitative Easing. Was auch von den entsprechenden Frühindikatoren positiv begleitet wird. In der Grafik sehen Sie eine Übersicht der wichtigsten Stimmungsindikatoren. Hier könnte die EZB beispielsweise zwar noch darauf hinweisen, dass das Konsumklima weiterhin Nachholbedarf hat (was sich ja auch wiederum in der Teuerung widerspiegelt). Aber im Gesamtkontext wäre hier eine Rückführung der Anleihenkäufe durchaus darstellbar. Der Herbst dürfte also sehr interessant werden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“16410″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
Die neuesten Inflationszahlen
Von © ICM Concept GmbH|2017-12-27T14:26:42+01:0003.08.2017|Kategorien: Allgemein|Kommentare deaktiviert für Die neuesten Inflationszahlen
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